Fußball

Rapids Sportchef liegt etwas schwer auf dem Magen

Seit Donnerstag Abend liegt Rapids Sportchef einiges schwer auf dem Magen. Sicher wären die Befindlichkeiten von Fredy Bickel besser, hätten  im Pasienky-Stadion von Bratislava der polnische Referee Pavel Raczkowski und sein Assistent erkannt, dass nach einem Kopfball von Deni Alar, der auf seinen vergebenen Penalty folgte, Slovans holländischem Verteidiger Mitch Apau die Rettungsaktion erst hinter der Linie gelang wie das Bild oben zeigt. Zwei Torrichter setzt die UEFA erst in der Gruppenphase, noch nicht in der  Qualifikation ein. Ein 2:2 hätte nicht für so viel Druck auf Grün-Weiß vor dem Sonntag-Spiel gegen Wolfsberg und dem zweien Duell gegen Slovan um den Aufstieg  vier Tage später gesorgt wie die 1:2-Niederlage. Den kann keiner mehr wegdiskutieren.

Bickel versichert, nichts schön reden zu wollen, spricht auch von Fehlern, die auf internationalem Niveau nicht passieren dürfen, lässt aber anderseits nichts auf die Mannschaft kommen. Hält gar nichts davon, auf die nach den verpatzten Partien gegen Altach und Slovan draufzuhauen wie es im Umfeld passierte. Was er mit Umfeld bezeichnete, konkretisierte Bickel zwar nicht, aber er wird die diversen Fan-Foren im Internet gemeint haben, die mit den Verlieren von Bratislava hart ins Gericht gingen. Auch begannen, sich auf Trainer Goran Djuricin einzuschießen, weil sie keine wirklich positive Entwicklung in den 16 Monaten unter ihm  erkennen können. Daher geht´s darum, in Hütteldorf den bisher durchwachsenen Start Sonntag und Donnerstag in einen guten zu verwandeln, wie es Kapitän Stefan Schwab nicht treffender formulieren hätte können.

Djuricin kündigte an, gegen Wolfsberg zu rotieren. Die für ihn vorhandene Ausgeglichenheit im Kader erlaube es, in den englischen Wochen zu rotieren. Daher wird er umstellen. Ein Fortschritt wäre es schon, sollte gegen den Austria-Bezwinger kein Rückfall in der zweiten Hälfte passieren wie in allen drei Partien seit dem Cupaufstieg in Kufstein. Das wäre ein erster Schritt nach vorne. Gegen Wolfsberg  ist Djuricin noch unbesiegt: Im Lavanttal zwar zweimal nur 0:0, daheim im Allianz-Stadion aber 4:0, 4:2, 5:1. Ein zusätzliches Fragezeichen: Hält der seit Mittwoch von der niederösterreichischen Firma Richter und der Strabag quasi rund um die Uhr verlegte neue Rasen, der aus der  Slowakei kam und Rapid 100.000 Euro kostete? Da macht sich Greenkeeper Daniel Heckl keine Sorgen.

Das heiklere Spiel wird das am Donnerstag: „Wenn man in zwei Partien Slovan Bratislava nicht einmal besiegen kann, hat man keine Berechtigung für die Europa League“,legte sich Bickel fest. Recht hat er. Aber sollte dieser Tiefschlag passieren, wird sich auch der Sportchef einige Fragen gefallen lassen müssen. Nicht nur harmlose wie etwa die, ob er mit seiner Einschätzung über einen besseren Kader als letzte Saison falsch lag. Genauso wie Rapid steht auch Sturm Graz unter Druck: Sportchef Günter Kreissl forderte sofort nach der schlimmen 0:2-Pleite gegen AEK Larnaca im ORF-Interview, dass Sonntag in St. Pölten mit der Wiedergutmachung für das, was Donnerstag angerichtet wurde,  begonnen werden muss. Der Sager von Trainer Heiko Vogel, wonach er keine Erwartungshaltung für das Retourspiel auf Zypern habe, hat dem  erfolgsorientierten Kreissl sicher nicht sehr gefallen. Ganz im Gegenteil. Da wird er mit dem Deutschen garantiert einige Takte Klartext darüber geredet haben.

 

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