Eishockey

Rossi und Reinbacher: Der Unterschied zwischen Vorarlberger „Eishockey-Juwelen“

Der eine, Marco Rossi, ist 21 Jahre alt, der andere, David Reinbacher, vier Jahre jünger. Beide gelten als Vorarlberger „Eishockey-Juewelen“. Rossi ist ein Stürmer, Reinbacher ein Verteidiger. Rossi hat bereits den Sprung in die beste Liga der Welt, die NHL, geschafft, Reinbacher wird beim Schweizer Aufsteiger EHC Kloten von NHL-Scouts permanent beobachtet. Derzeit hat´s der gebürtige Hohenemser vielleicht sogar leichter, positive Schlagzeilen zu liefern, als Rossi. Der Samstag mit Minnesota Wild bei den Boston Bruins, wo er am 22. Jänner sein NHL-Debüt mit einem Sieg gefeiert hatte, eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung bezog. Zum dritten Mal bei vier Einsätzen ging er als Verleirer vom Eis. Zuvor bei zwei Heimspielen, dem 3:7 gegen die Rangers zum Start, dem 6:7 gegen die Los Angeles Kings. Danach bekam er beim 3:6 gegen Stanley Cup-Titelverteidiger Colorado Avelanche von Coach Dean Evanson eine Pause, danach war er beim bisher einzigen Minnesota-Sieg, dem 4:3 gegen Vancouver in der Verlängerung wieder im Einsatz.

Die Eiszeit in Boston (13:18 ) war die bisher längste, die ihm Evanson gab. Gegen Vancouver waren es genau elf Minuten, gegen Los Angeles nur 4:33, gegen die Rangers 10:24. Die Plus-Minus-Bilanz von Rossi steht bei minus eins. Bei den letzten zwei Partien bekam er als Center neue Flügelstürmer: Mit dem 29 jährigen Kanadier Frederic Gaudreau und dem 21 jährigen Amerikaner Matt Boldy, mit dem er schon letzte Saison in der American Hockey League bei Iowa gespielt hatte, bildete er die dritte Sturmlinie. „Wir haben uns alle den Start anders vorgestellt“, gab Rossi Samstag in einem Sky-Exklusivinterview zu, „müssen einfach rauskommen, jeden Tag weiter machen, aber es geht nicht von heute auf morgen!“ Angesprochen auf seine Pause gegen Colorado meinte er vielsagend: „In der NHL muss man immer mit allem rechnen und immer bereit sein!“

Reinbacher (Bild oben) hatte Samstag sein bisheriges Highlight dieser Saison. Im September wurde er bereits zum „Young Star des Monats“ gewählt, Samstag gewann er sein erstes Züricher Derby gegen den Züricher SC 2:1 0:0, 0:0, 2:1) bei dem er auch für eine Schlägerei sorgte: Als er gegen Zürichs Tormann etwas „nach stocherte“, machten dessen Mitspieler Jagd auf ihn: „Ich habe mich nur noch geschützt“, schilderte er dem Schweizer „Blick“ diese Szenen und meinte: „Viele haben es nicht gerne, wenn die jungen Spieler frech sind!“ Er fühlt, dass ihn sein Trainer Jeff Tomlison schätzt. Sonst wurde er ihn nicht ins erste Verteidiger-Paar mit dem schwedischen Abwehrchef Lucas Ekestah-Jonsson stellen. Österreichs Teamchef Roger Bader war unter den 7300 Zuschauern, sah Reinbacher 19:29 Minuten im Einsatz. Davon 2:27 Minuten im Powerplay und 2:06 in Unterzahl. Am Ende hatte Reinbacher eine plus eins-Bilanz. Kloten ist zwar Letzter, aber Reinbacher profitiert sehr von seiner ersten Saison in der Nationalliga A. Anzunehmen, dass er im November beim Deutschland-Cup in Krefeld unter Bader sein Teamdebüt feiern wird.

Foto: EC Kloten.

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