Fußball

Sabitzer oder Schöpf? Bitte beide!

Die Frage, ob Österreichs Team am 12. November im Happel-Stadion gegen Irland um ganz wichtige drei Punkte in der  WM-Qualifikation mit Marcel Sabitzer oder Alessandro Schöpf spielen soll, kann man seit Samstag nur mit drei Worten beantworten: Bitte mit beiden! Marcel Koller sollte erstmals Schöpf und Sabitzer  von Beginn an  aufbieten. Das drängt sich geradezu zwingend auf auch wenn  der Teamchef  einwenden wird, dass es für Österreich auch gegen Irland keine Ausnahme geben wird, er leider wieder nur mit elf Spielern beginnen kann. Aber es muss eine Variante geben, in der für Schöpf und Sabitzer   Platz ist.

Wie sich der Tiroler ins seinem ersten Revier-Klassiker vor 80.000 Zuschauern in Dortmund auf der rechten Flanke von Schalke präsentierte, verdiente Hochachtung. Schöpf lief als eine Art Mittelding zwischen rechtem Verteidiger und Mittelfeldspieler beim 0:0, dem siebenten Spiel von Schalke hintereinander ohne Niederlage 12,4 Kiloemeter. Ungefähr die Distanz zwischen Dortmund und Schalkes Heimat Gelsenkirchen. Die beste Laufleistung aller Schalker Spieler.  Seinen direkten Kontrahenten Passlack tauschte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel  nach 70 Minuten aus, danach nahm es Schöpf auch mit dem portugiesischen Europameister Guerrero auf. Viel besser kann man sich nicht prässentieren. Vielleicht  motivierte Schöpf auch die Kulisse von 80.000 Zuschauern besonders. Die Stimmung  bezeichnete er bereits vor dem Anpfiff gegenüber „Sky“ als geiler wie bei jedem Länderspiel. Aber auch die 45.000 Fans gegen Irland im Happel-Stadion werden eine mitreißende Kulisse sorgen.

Marcel Sabitzer präsentierte sich nur 13 Tage nach seinem in Wolfsburg erlittenen Aussenbandeinriss im Sprunggelenk als Vater des Leipziger 2:0 in Darmstadt. Nach der Wudnerheilung  trainierte er nur dreimal wieder mit der Mannschaft, daher begann er auf der Bank. Nach 51 Minuten brachte ihn Trainer Ralph Hasenhüttl für den Dänen Poulsen als Spitze, hatte damit nicht zum ersten Mal in dieser Saison ein goldenes Händchen: Nach nur sechs Minuten sorgte Sabitzer für die Führung, das sechste Jokertor des  Sensationsaufsteigers in der Bundesliga. Neun Minuten vor Schluss ließ der  bewegliche Steirer mit  dem großen Aktionsradius   das siebente folgen. Für Sabitzer bedeutete dies seine ersten Treffer seit dem Ausgleich in letzter Sekunde zum 2:2 in Hoffenheim zum Saisonstart: „Wir marschieren nicht durch die Liga, müssen uns jede Woche alles hart erarbeiten. Ich träume nicht, bleibe in der Realität.“ Da er jetzt wieder voll im Saft ist, müßte Sabitzer  bis zum Irland-Spiel noch besser in Fahrt sein als in Darmstadt, ohne ihn ihm eine lebende Torgarantie zu sehen.

Leipzig neun Runden unbesiegt, weiter nur zwei Punkte hinter Platz eins und Titelverteidiger Bayern. Dessen Trainer Carlo Ancelotti sah nach dem sicheren 3:1 in Augsburg seine Meinung über den Aufsteiger bestätigt: „Sehr gute Mannschaft, sehr gut organisiert, momentan sicher der beste Konkurrent von uns. “ Hasenhüttl will sich von solch kompetentem Lob aus München weiter nicht beirren lassen: „Wir bleiben sicher weiter mit beiden Beinen am Boden. Etwas anderes wird man von uns nicht hören, egal, wie oft man fragen sollte. Bayern spielt in einer eigenen Liga“

Jokerqualitäten bewies auch Österreichs Teamkapitän. Julian Baumgartlinger kam bei Leverkusen  erst in der 77. Minute  in Wolfsburg statt Lars Bender auf den Rasen. Als es noch 0:1 stand. Zwei Minuten später leitete er die Aktion zum Ausgleich ein. Am  Siegestreffer vier Minuten später hatte der zweite Österreicher, der in der VW-Stadt spielte, entscheidenden Anteil: Abwehrchef Aleksandar Dragovic servierte im Wolfsburger Strafraum dem anderen Innenverteidiger, dem Kroaten Jedvaj, perfekt den Ball. Der erste Torassist von Dragovic in der deutschen Bundesliga. Beim ersten Sieg  von Leverkusen, bei dem er über die voll Distanz spielte. Die Erleichterung vier Tage nach der Cupblamage bei den Sportfreunden Lotte war riesengroß!

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