Fußball

Salzburg hofft auf lehrreiches 1:4! Perfekter „Biertransfer“ bei Rapid

Keine positiven Erkenntnisse aus dem Duell der Serienmeister aus Österreich und Holland für Red Bull Salzburg und die 1250 Dauerkartenbeseitzer, die erstmals seit März in Stadion durften. Denn die Bullen konnten nur phasenweise mit Ajax  Amsterdam mithalten, unterlagen klar mit 1:4 (1:2) und damit höher als Wolfsberg am letzten Mittwoch gegen die Holländer in Saalfelden (0:2). Speziell zu Beginn kamen die Holländer viel zu leicht zu ihren Torchancen. Normal gehört ein starker Start zu den Stärken der Salzburger, aber diesmal wirkten sie mitunter fast wie Statisten. Kein wirklich schönes  Wiedersehen für Max Wöber und Rasmus Kristensen mit ihrem ehemaligen Klub: „Sie haben uns, was  Aggressivität und Umschalten betrifft, mit unseren Waffen geschlagen. Wir haben es Ajax zu leicht gemacht, müssen jetzt an einigen Schrauben drehen“, gab Wöber zu.

Zlatko Junuzovic bezeichnete  Salzburgs Spiel als zu behäbig. Zu oft den berühmten Schritt zu spät oder zu kurz gekommen. Nach 90  Sekunden sorgte das neue 18 jährige Mittelfeldjuwel aus der Ajax-Akademie,  Ryan Graveberch, bereits für die Führung. Zuvor gab es einen Stangenschuss der Holländer. Sekou Koita (Bild oben), überraschend statt Patson Daka in der Startelf, in der auch Enock Mwepu sowie der an den Adduktoren verletzte Dominik Szoboszlai fehlten, holte gegen den 38 jährigen Tormann Maarten Stekelenburg, den Vizeweltmeister von 2010, einen Elfmeter heraus, verwandelte ihn zum Ausgleich. Aber wenig später führte schon wieder Ajax. Salzburgs Kapitän Andreas Ulmer sprang an eine Flanke vorbei, das nützte der 20 jährige Brasilianer Antony.

Salzburgs Trainer Jesse Marsch änderte mehrmals das System. Salzburg hätte ausgleichen können, ehe der zur zweiten Hälfte gekommene Donny van de Beek, der große Wunschspieler von Barcelonas neuem Trainer Roland Koeman, nach 67 Minuten das Match entschied. Kurz davor hatte Marsch sieben Spieler ausgetauscht, nach dem dritten Ajax-Tor auch die Innenverteidiger Andre Ramalho und Wöber. Dann kam der um vier Millionen von Lyon geholte 19 jährige Oumar Solet zu seinen ersten Minuten im Salzburg-Dress. Marsch bemängelte die Defensivarbeit: „Das ist eine Sache für alle“. Die Hoffnung: „Solche Tests können lehrreich für die Zukunft sein“. Hoffentlich schon Dienstag gegen Englands Meister FC Liverpool, der Samstag in Saalfelden den deutschn Aufsteiger VfB Stuttgart 3:0 (2:0) abfertigte.

Auch der  LASK hat einigen Lernbedarf. Das 0:2 (0:1) gegen den deutschen Zweitligisten Karlsruhe mit dem Ex-Mattersburger Markus Kuster im Tor war die vierte Niederlage im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Dominik Thalhammer, obwohl eigentlich in jeder Phase das Spiel kontrolliert wurde. Auch die Neuerwerbungen vgen YeCheberko (im Abwehrzentrum), Lukas Grgic (im Mittelfeld), Mamoudou  Karamako (im Angriff), und nach der Pause Mads Madsen (für Peter Michorl) waren bei der Pleite dabei, bei der Marko Djuricin (früher Sturm Graz) im Finish das zweite Tor für Karlsruhe erzielte: „Wir tun uns schwer, gefährlichen in den Strafraum und zu Torabschlüssen zukommen. Daran müssen wir noch arbeiten. Ausserdem kriegen wir Tore, die man so nicht bekommen darf!“, bilanzierte Thalhammer.

Die Austria gefiel beim 6:0 (4:0) gegen Zweitligist OÖ Juniors im 4-2-3-1 ihrem General Manager Peter Stöger schon recht gut. Vom Stammpersonal fehlten die angeschlagenen Michael Madl und  Christoph Monschein, Bright Edomwonyi und Max Sax gelang bis zur 37.Minute je ein Doppelpack. Zur Pause tauschte Stöger bis auf Innenverteidiger Maudo Jarjue alle Spieler, Kapitän Alexander Grünwald kam erst zur zweiten Hälfte. In der Benjamin Pichler und der 18 jährige Ungar Csaba Mester für die Tore sorgten. Sturm Graz, so wie St. Pölten von zwei positiven Covid-19-Fällen „erwischt“, spielte trotzdem gegen Zweitligist Lafnitz, wobei beim 2:1 (2:0) im Finish auch Neuerwerbung Andreas Kuen nach der Schulteroperation zum ersten Einsatz kam.

Für einen bemerkenswerten Transfer sorgt Rapid. Einen in Sachen Bier. Nach 26 Jahren Partnerschaft mit Ottakringer, bei der es zuletzt Differenzen gab, unter anderem wegen des sexistischen Fanplakats im Frühjahr, folgt der Wechsel zur Brau-Union, zu Gösser. Wobei das grün-weiße Logo von Gösser perfekt zu Rapids Klubfarben passt. Sicher besser als das gelbe von Ottakringer. Grün-Weiß bei Grün-Weiß, der Vertrag mit Gösser läuft fünf Jahre bis 2025.

Foto: Red Bull Salzburg.

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