Fußball

Ein 16 jähriger zeigte beim Scheitern an Real Madrid auf

Die Neuauflage des Youth League-Finales von 2017 zwischen  Benfica Lissabon und dem FC Salzburg schien drei Jahre später in Nyon wieder möglich. Benfica Lissabon eliminierte Samstag im Semifinale Ajax Amsterdam klar 3:0. Aber danach ließ der FC Salzburg aus, ermöglichte mit seinen Fehlern beim 1:2 (0:2) Real Madrid erstmals ins Endspiel zu kommen. Darum musste der prominente Trainer Reals, die Ikone Raul (Bild oben) in der zweiten Hälfte bei Salzburgs Aufholjagd in seiner Coaching Zone zittern. Aber nach 96 Minuten war Salzburg Youth League-Reise beendet. Der Ärger darüber war größer als der Stolz über das zweitbeste Abschneiden in diesem Bewerb.

Salzburg spielte als „Heimmannschaft“ ganz in weiß. Wie normal Real Madrid. Die Zukunftshoffnungen der königlichen Klubs mussten in die Auswärtsdressen, ganz in rosa. Und bekamen nach fünf Minuten Salzburger Hilfe zur schnellen Führung. Die leistete der 17 jährige hünenhafte Innenverteidiger Bryan Okoh, ein in Houston geborener Schweizer, durch eeinen total verunglückten Rückpass. Salzburg war damit wie in allen seiner bisher in Nyon ausgetragenen Partien in Rückstand, wirkte aber erstmals wie paralysiert. Ließ zu viele seiner Qualitäten vermissen, wie Trainer Bo Svensson nachher eingestand. Verteidigte zu tief, fand offensiv und agressiv eigentlich nicht statt. Etwas Pech kam dazu, als Innenverteidiger Daniel Affengruber einen Schuss nach 32 Minuten unglücklich zum 0:2 abfälschte.

Svensson muss zur Pause in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, setzte die richtigen Taten. Speziell mit dem Eintausch des 16 jährigen  Luka Reischl für den Dänen Maurits Kjaergaard. Der hauchte der Mannschaft neues Leben ein. Um so mehr, als Karim Adeyemi nach einem Solo im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den Elfmeter verwandelte Luka Susic zum 1:2. Von da an Salzburger Dauerüberlegenheit, ein ganz anderes Bild als vor der Pause, auffällige Szenen von Reischl, der  einen Vertrag bis 2023 unterschrieb, obwohl Topklubs wie Juventus und Manchester City hinter ihm her waren. Das einzige, was ausblieb, waren die klaren Torchancen. Reals Defensivriegel hielt, Junior Adamu, der  Dreifach-Torschütze gegen Lyon im Semifinale, fand kein Durchkommen. Bei einem Schlenzer von Susic in der Nachspielzeit fehlten nur Zentimeter zum 2:2 und Elfmeterschießen.

Salzburg darf und muss sich ärgern, aber braucht nicht bange sein um die Zukunft. Bei Rohdiamanten wie Adeyemi, Junior. Aber damit sind nicht alle genannt. Da gehört auch Reischl dazu. Salzburg war  auch die jüngere Mannschaft als Real Madrid. Und damit stimmte teilweise das, was Samstag Abend auf Salzburgs Homepage zu lesen war: Routine bezwingt Mut! Nur teilweise deshalb, weil  der Mut erst nach dem Pausenpfiff begann.

Foto: Red Bull Salzburg.

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