Fußball

Schock für Barcelona! Liverpool erlitt Rapid-Schicksal

Bayern München gegen Paris St. Germain und Arsenal gegen Atletico Madrid, das dürften allr Voraussicht nach die Semifinalpaarungen in der Champions League sein. Nach den Auswärtssiegen von Bayern gegen Real Madrid und Arsenal gegen Sporting Lissabon am Dienstag bezwang am Mittwoch Titelverteidiger Paris St. Germain den FC Liverpool noch klarer als es das 2:0 (1:0) besagt, schockte Atletico den FC Barcelona im Nou Camp mit 2:0 (1:0). Letzten Samstag schlug zwar Barcelona Atletico in Madrid 2:1, aber das wäre zu wenig. Barcelona müsse im Wanda Metropolitano drei Tore erzielen, um noch unter die letzten vier zu kommen. Eine Herkulesaufgabe.

Eine Minute vor der Pause gab es die entscheidende Szene: Barcelonas Innenverteidiger  Pau Cubarsi foulte als letzter Mann zwei Tage vor seinem 20. Geburtstag Giuliano Simeone, den Sohn des Atletico-Trainers. Der rumänische Referee Istvan Kovacs zeigte Cubarsi zunächst die gelbe Karte. Der deutsche VAR Christian Dingert sah darin eine gravierende Fehlentscheidung, meldete sich bei Kovacs, überzeugte ihn, von Gelb auf Rot zu wechseln. Zu hart. Doppelter Schaden für Barcelona: Der Argentinier Julian Alvarez zirkelte den Freistoß perfekt über die Mauer ins Eck (Bild oben) Atletico führte und hatte für die zweite Hälfte einen Mann mehr. Barcelonas Trainer Hansi Flick ließ aus taktischen Gründen Torjäger Robert Lewandowski in der Kabine. Der Engländer Marcus Rashford hatte zweimal den Ausgleich am Fuß, konnte aber Aleticos guten argentinischen Tormann Juan Musso nicht bezwingen. Der Norweger Alexander Sörloh traf zehn Minuten nach seiner Einwechslung praktisch aus dem Nichts – in den letzten 20 Minuten konnte Barcelona am 0:2 nichts mehr ändern.

Der FC Liverpool erlitt im Parc des Princes gegen Paris St. Germain das Rapid-Schicksal vom 0:2 gegen Sturm Graz: Kein einziger Torschuss. Mit dem 0:2 war Liverpool sogar gut bedient. Die „Reds“versuchten mit Fünferabwehr und Vierermittelfeld Beton anzurühren, lagen aber schon nach elf Minuten  durch einen abgefälschten Schuss des 20 jährigen Desiree Doue zurück. Das 2:0 gelang Kvicha Kvaratskehlia nach 65 Minuten, als er auch seinen georgischen Landmann im Liverpool-Tor, Giorgi Mamardashvili, überspielte. Glück für  Liverpool, das nach einem vom spanischen Referee Jose Maria Sanchez verhängten Elfmeter VAR Carlos Grande Sanchez überzeugte, dass Ibrahima Konate Warren Zaire-Emery nicht foulte. Sanchez nahm den Elfmeter zurück, Liverpools Trainer Arne Slot wollte mit einem Vierfachtausch nach 76 Minuten, bei dem auch der Deutsche Florian Wirtz und der Ex-Salzburger Dominik Szoboszlai vom Rasen mussten, etwas bewirken. Mo Salah blieb draußen Eigentlich unvorstellbar, dass nächsten Dienstag an der Anfield Road ein „Wunder“ passiert. Liverpool steht trotz Großeinkaufs im letzten Sommer vor einer Saison ohne Titel.

 

 

Foto: UEFA.

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