Fußball

Selbst für die Insolvenz braucht Austria Geld

Erstes Geisterspiel für Austrias Trainer Manfred Schmid am Sonntag Nachmittag in der Generali Arena gegen Sturm Graz. Er hat zumindest vor, nichts anders zu machen als bisher. Auch wenn der Gegner, in diesem Fall mit Christian Ilzer einer seiner Vorgänger mithören kann. Für Violett geht es im Duell gegen den Zweiten um den Sprung unter die ersten sechs, der vor dem Wiener Derby nächste Runde in Hütteldorf doch ein Zeichen wäre. Dass Austria die Qualität hat, mit Sturm mitzuhalten, zeigte das erste Duell der Saison in Graz, in dem die Austria 1:0 führte, ehe der Ex-Austrianer Manprit Sarkaria und Kelvin Yeboah das Spiel drehten, aber Marco Djuricin gegen seinen Ex-Klub mit seinem zweiten Treffer für das 2:2 sorgte und einen Punkt für die damals noch sieglose Austria rettete. Hinter Djuricin steht wegen Knieproblemen jedoch ein Fragezeichen, Sicher fehlt das Mittelfeldtalent Matthias Braunöder, der nach fünf gelben Karten gesperrt ist.

Nichts Beruhigendes brachte Freitag Abend die Sitzung von Verwaltungsrats-und Aufsichtsrats über den Abschluss mit einem Investor. Die Entscheidung wurde auf Montag Abend vertagt. Offenbar gab es Einwände gegen die drei vorliegenden Angebote etwas und daher keine Einigkeit. Ob sich an den Offerten des spanischen Managers Ivan Bravo, des Direktors des Aspire Academy in Katars Hauptstadt Doha, der österreichischen Gruppe um Jürgen Werner und des umstrittenen Deutschen Utz Claassen innerhalb von drei Tagen etwas Entscheidendes ändern wird? Die Austria ist derzeit eher nicht in der Position, um groß Forderungen stellen zu können. Durch die prekäre Situation wird die Insolvenzgefahr von Tag zu Tag größer. Es gibt ohnehin Stimmen, die behaupten, der Einstieg eines Investors würde erst nach einer Insolvenz wirklich Sinn machen. Pessimisten sehen die Chancen auf eine Bundesliga-Lizenz für die kommende Saison 2022/23 immer mehr schwinden.

Außer Diskussion steht, dass die Austria auch für das Sanierungsverfahren im Rahmen der Insolvenz Geld braucht. Dessen sind sich die handelnden Personen bei Austria, sprich Präsident Frank Hensel, Vizepräsident Raimund Harreither (Bild oben) und AG-Vorstand Gerhard Krisch, garantiert bewusst. Geld, um eine Kaution für die laufenden Kosten zu hinterlegen. Ansonst kann kein Masseverwalter zustimmen, den Betrieb fortzusetzen.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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