Fußball

Serbien oder Russland: Ein Sieg bringt Gregoritsch wieder ins Play-off

Noch nie schaffte Österreich das Ticket für die Endrunde der  Unter 21-Europameisterschaft. Der letzte Anlauf mit Louis Schaub und Alessandro Schöpf scheiterte vor zwei Jahren im Play-off an Spanien ohne Niederlage. Bis Dienstag entscheidet sich, ob das neue Team von Langzeitteamchef Werner Gregoritsch, der schon sechseinhalb Jahre im Amt ist, ins Play-off kommt: Freitag Abend in Novisad gegen Serbien oder Dienstag in St.Pölten gegen Russland muss ein Sieg her, dann gehört Österreich sicher zu den vier punktebesten Gruppenzweiten und hat die Chance, sich über das Play-off für die Endrunde 2019 in Italien und San Marino zu qualifizieren: „Wir haben uns durch vier Siege hintereinander diese Chance erarbeitet, schon das trauten uns nicht viele zu“, machte Teamchef Werner Gregoritsch (Bild oben) in Zuversicht.

Seit Sonntag lief die Vorbereitung. Erstmals in der St.Martins-Lodge bei Frauenkirchen, dem Heimatort von Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl. Die  Tage bis zum Donnerstag-Flug nach Belgrad brachten ein Problem nach dem anderen. Zunächst Ausfälle. Dass mit Matthias Honsak, dem „Blitz von Stadlau“ in Diensten von Holstein Kiel eine Stütze wegen Armbruchs ausfallen wird, wusste Gregoritsch schon vorher. Dass Franco Foda Max Wöber und Konrad Laimer für die Nationalmannschaft gegen Nordirland benötigte, erst Sonntag und Montag. Dazu kamen neue Ausfälle, unter anderem von Hoffenheims Innenverteidiger Stefan Posch und Admiras Offensivspieler Sasa Kalajdzic. Und dann holten Sandi Lovric und Dario Maresic private Sorgen ein. Das kann einem Teamchef schon ans Gemüt gehen.

Aber der Kämpfer Gregoritsch gibt sich nicht so leicht geschlagen. Eigentlich wollte er Rapids Dejan Ljubicic gegen die Serben noch schonen, um ihn für Dienstag aufzubauen. Fraglich, ob sich das realisieren lässt. Auf jeden Fall gefiel ihm beim Training,  wie die nachberufenen Spieler dabei aufzeigten.  Damit meinte er Hoffenheims Kreativhoffnung Christoph Baumgartner oder Husein Balic von St. Pölten.  Auf seinen Kapitän, Innenverteidiger Philipp Lienhart, singt er überhaupt Lobeshymnen: „Der ist herausragend!“ Der Freiburg-Legionär soll gemeinsam mit Kevin Danso von Augsburg die Defensive dicht machen. Die bisher ungeschlagenen Serben brauchen nur einen Punkt, um als Gruppensieger das EM-Ticket lösen zu können. Ein Unentschieden wäre für Österreich durchaus respektabel, hilft  aber nicht: „Wir haben da noch eine Rechnung offen“, erinnert sich Gregoritsch. Denn bei der 1:3-Heimniederlage in der Südstadt hatte alles schon nach einem 1:1 ausgesehen, ehe im Finish die Serben noch zweimal trafen. Ihr Star von damals ist auch jetzt der Mann, der für die größte Gefahr sorgen wird: Stürmer Luka Jovic, der auch seinen neue Trainer bei Eintracht Frankfurt, Gregoritsch-Freund Adi Hütter, mit starken Leistungen überzeugen konnte.

Gregoritsch wollte erst ab Samstag über das St.Pöltener Finale gegen Russland reden. Aber da es zwischen Foda und Ihm ein gutes Einvernehmen gibt, könne es dafür neue Impulse aus der Nationalmannschaft, die Dienstag einen Test in Dänemark bestreitet, geben. Wöber, Laimer und Xaver Schlager sind noch jung genug, um mithelfen zu können, Russland zu bezwingen. Wöber und Laimer hätten in Novisad mit der gelben Gefahr spielen müssen. Das heißt, bei einer gelben Karte wären sie Dienstag gesperrt gewesen. So gesehen ist es vielleicht sogar günstig, dass Foda beide  Freitag in Wien braucht.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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