Fußball

St.Pöltens neuer Trainer war der erste Chef von Julian Nagelsmann

Beide Bundesligaklubs aus Niederösterreich haben in der neuen Saison deutsche Trainer. Die Admira weiter wie  seit letzten Herbst von Reiner Geyer, St.Pölten neu von Alexander Schmidt (Bild oben), was Samstag bestätigt wurde. Der 50jährige aus Augsburg ist schon deshalb bemerkenswert, weil er die Bedingungen mit St.Pöltens Manager Andreas Blumauer selbst aushandelte. Interessant sind auch einige Details vom sportlichen Lebenslauf des Nachfolgers von Ranko Popovic. Er war der Chef von Julian Nagelsmann, der sich in den letzten dreieinhalb Jahren bei Hoffenheim als Spitzentrainer profilierte. Sieben Jahre zuvor, im Herbst 2012, hatte ihn Schmidt bei 1860 München, damals in der zweiten Liga, zu seinem Assistenten gemacht, dem damals 25jährigen Nagelsmann den Einstieg ins Trainergeschäft ermöglicht. Im  Jänner 2018 wollte Nagelsmann den Spieß umdrehen, Schmidt den Einstieg in die Bundesliga ermöglichen, ihn als Co-Trainer nach Hoffenheim holen. Aber Red Bull Salzburg ließ seinen U16-Trainer Schmidt damals nicht aus dem Vertrag. Zehn Monate später kam es wegen Differenzen über die zukünftige Ausrichtung zur Trennung.

Was hört man sonst noch aus Deutschland von Schmidt? Er gilt als Experte bei der Förderung junger Spieler. Wenn man die Aufstellungen von 1860 zur Schmidt-Zeit durchstöbert, kommt man auf Namen wie den deutschen Teamspieler Kevin Volland, der jetzt zu den Stützen von Bayer Leverkusen zählt, von Watford-Verteidiger Jose Holebas, der zuvor bei AS Roma spielte, vom Ex-Dortmunder Mittelfeldspieler Moritz Leitner, der jetzt mit Norwich in die Premier League aufstieg, von Abwehrspieler Chris Schindler, der die Erfolgsstory von Huddersfield mitschrieb, und von US-Teamstürmer Bobby Wood, der aber mit seinen letzten zwei Klubs Hannover 96 und Hamburger SV abstieg, die Erwartungen nicht erfüllte.

Der VfB Stuttgart machte ihn 2015 zum Chefscout, ein Jahr später auch zum Nachwuchsleiter. Im Jänner 2017 kam aber im Zuge der Entlassung des damaligen Sportchefs Robin Dutt das Ende. Wie auch für alle anderen leitenden Mitarbeiter, die von Dutt, derzeit Trainer bei Zweitligist Bochum, geholt worden waren. Also dürfte sich St. Pölten vom Schmidt-Engagement erwarten, dass er die jungen Spieler wie Sandro Ingolitsch, Luca Meisl, die er noch aus seiner Salzburg-Zeit kennt, Robert Ljubicic oder Husein Balic weiter entwickelt und besser macht. Wenn die Transfersperre der Niederösterreicher nicht aufgehoben wird,  bedeutet dies die einzige Chance, die alternativlos ist.

Foto: tz.de (© MIS).

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