Fußball

St. Pöltens Finanzlöcher zu groß: Daher FC 32 und weiter Schlaudraff?

Die Zukunft des SKN St. Pölten kann beginnen. Das behauptete zumindest der Zweitligist auf einer Jubel-Aussendung, die man so nicht ganz ernst nehmen konnte. Die Delegiertenversammlung stimmte zuvor der von Präsident Helmut Schwarzl forcierte Zusammenarbeit mit dem australischen Investor FC 32 und dessen Chef Pau Francis zu. Bei der Abstimmung gab es, wie man hörte, fünf Enthaltungen, bereits vorher trat Vizepräsident, Anton Hintermaier, der Rechtsanwalt ist, zurück. Was auch auf einiges schließen lässt. Zu lesen war, dass Francis große Pläne mit St. Pölten hat und ein verlässlicher Partner ist. Das habe sein Einsatz, den er persönlich in den vergangenen Wochen an den Tag gelegt haben soll, bewiesen. Daher freut sich St.Pölten  auf die Zusammenarbeit. Die lokalen Investoren rund um den ehemaligen Bundesligavorstand Raphael Landthaler sind kein Thema mehr, sondern außen vor. Wie man hört, sind die Finanzlöcher bei St. Pölten schon so groß, dass sie nicht durch die österreichische Lösung beseitigt werden können. Offenbar nur durch die australische. Abwarten.

Interessant, dass nach der Abstimmung auch zu hören war, dass die Tätigkeit des Deutschen Jan Schlaudraff als Sportvorstand entgegen bisherigen Meldungen doch weiter gehen soll. Schlaudraff, der zuvor ein Jahr Sportdirektor bei Hannover 96 war, wurde 2022 vom ehemaligen Kooperationspartner Wolfsberg, speziell von dessen früheren Sportchef Jörg Schmadtke, nach St. Pölten geschickt, um dort die Rückkehr in die Bundesliga möglich zu machen. Die nicht gelang. Die zwei Saisonen mit Schlaudraff (Bild) waren alles andere als eine Erfolgsstory. Daher gäbe es eigentlich kein Argument, mit ihm weiterzumachen. Aber auf ein Rätsel mehr oder weniger kommt es wohl nicht mehr an. Vorerst soll der Vorstand um Schwarzl, den Abtretungsvertrag an FC 32 erstellen.

Einer, der den St. Pöltener Visionen nicht mehr traut, muss der Kapitän sein. Denn Christian Ramsebner wechselte nach drei Jahren lieber zu Stripfing, den Kooperationsklub der Wiener Austria in der zweiten Liga. Für den 35 jährigen Innenverteidiger schließt sich damit irgendwie der Kreis, da er im Austria-Nachwuchs ausgebildet wurde und bis 2015 in Violett spielte. Jetzt kehrt er mit Stripfing zurück. Denn die Heimspiele finden nächste Saison in Austrias Generali-Arena statt.

 

 

Foto: Gepa/Admiral.

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