Eishockey

Statt Jubel Pfeifkonzert: Die Antwort von Buhmann Thomas Vanek

Acht Jahre lang jubelten die Fans  der Buffalo Sabres Thomas Vanek zu. Bis ihn 2013 der damalige General Manager Darcy Regier zu den New York Islanders transferierte. Drei Saisonen  später musste Österreichs Eishockeystolz im Dress der Detroit Red Wings ein Pfeifkonzert von 16.000 Zuschauern  an seiner ehemaligen Wirkungsstätte im First Niagra-Center über sich ergehen lassen. Aber Vanek gab ihnen im zweiten Match nach seiner Hüftverletzung die richtige Antwort: Ein perfekter Assist zu Detroits Führungstor und dann im Penaltyschießen den entscheidenden verwandelt. Aus Respekt vor dem ehemaligen Klub verzichtete er danach auf den Jubel: „Als ich erstmals die Pfiffe hörte, dachte ich mir. Ich will ihnen jetzt das zeigen, wofür sie mir  jahrelang  zugejubelt haben.  Nach meinem Assist wolle ich auch noch unbedingt scoren.“ Der Buhmann zeige seine Klasse,die sein Coach Jeff Blashill nachher herausstrich: „Ab dem zweiten Drittel zeigte er wieder seine exzellenten Fähigkeiten.“

 

Blashill sah im Schweden Gustav Nyquist und Vanek sogar das Offensivduo, das  der Schlüssel zum Play-off-Ticket sein könnte. Wenn es öfters so funktioniert wie bei der Führung: Ein genialer Pass von Vanek mit dem Rücken zu Nqvist verschaffte dem Torschütze völlig freie  Schussbahn. Buffalo glich noch aus, die Entscheidung fiel erst im Penaltyschießen.  Auch da stand´s 1:1, als Vanek antrat. Er bezwang Keeper Lehner mit einem Schuss über die Fanghand, brachte das ohrenbeträubende Pfeifkonzert zum  Verstummen: „So verwandle ich Penaltys, seit ich 14 war. das ist mein spezieller Move.“  Damit kam Vanek in den neun Spielen, in denen er in dieser Saison dabei war, auf neun Scorerpunkte. Vier Tore und fünf Assists. Beachtlich.

Nur Vanek durfte vom Österreicher-Trio in der besten Eishockeyliga der Welt am Mittwoch jubeln. Thomas Raffl kann nichts daran ändern, dass die Philadelphia Flyers nicht in Schwung kommen. Kein Scorerpunkt beim 1:3 in Tampa. Michael Grabner erlebte  sogar seinen bisher schwärzesten Abend im Dress der New York Rangers: das zweite Duell gegen den regierenden Stanley-Cup-Sieger Pittsburgh  in 48 Stunden endete nach dem Auswärtstriumph im Madison Square Garden mit einem Desaster.  Der Rebound von Superstar Sid Crosby auf seine Pleite beim 2:4 war in Manhattan fürchterlich. Die Rangers führten nach dem ersten Drittel 1.0, verloren aber das zweite 0:5, Endstand 1:6! Crosby traf zweimal, übernahm mit 14 Toren die alleinige Führung in der  Torschützenliste vor Grabner (129. Für den  Kärntner gab es nur einen schwachen Trost: Er stand bei keinem der sechs Tore der Penguins am Eis.

 

 

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