Fußball

Stöger muss über den Hertha-Schatten springen

In fünf Spielen unter Peter Stögers Regie gegen Hertha BSC  Berlin holte der 1. FC Köln nur einen Punkt. Nur gegen Hertha verlor Köln die letzten drei Duelle, zu Hause gingen fünf der letzten sechs Spiele gegen den Klub aus der Hauptstadt verloren. Alle acht Versuche in dieser Saison, Spiele gegen einen Klub, der in der Tabelle vor den Kölnern platziert ist, zu gewinnen, gingen  schief, endeten mit drei Unentschieden und fünf Niederlagen. Aber Samstag muss damit Schluss sein, Stöger mit Köln über den Hertha-Schatten springen. Im ersten sogenannten „Endspiel“ um die Europacup-Qualifikation. Stöger weiß das, redet aber nicht darüber. Ließ nach dem „Schweinskick“ beim 2:2 gegen Ingolstadt keine Weltuntergangsstimmung aufkommen.  Machte lockere Miene zum seltsamen Spiel, als Dienstag  ein Flitzer in Trainingsklamotten auf den Trainingsplatz stürmte, mit den Spielen abklatschte, ihn aber verbal attackierte, dass er endlich abhauen sollte.  Auf Nachfragen  der Journalisten  sagte der  Wiener ganz locker: „Das ist doch freie Meinungsäußerung“.

Mittwoch setzten er und Assistent Manfred Schmid ein lockeres Spaßtraining samt Mülltonne an.  Da sie aber ihren Teambuilder aus Steyr, Werner Zöchling, einen ausgebildeten Soziologen und Lizenztrainer, mit dem sie seit Austria-Zeiten erfolgreich zusammenarbeiten, dem sie blind vertrauen, einfliegen ließen, zeigt doch, wie wichtig , vielleicht sogar vorentscheidend das Spiel wird. In dem  Stöger wie zuletzt gewohnt mit Personalnot kämpfen und daher wieder die Abwehr umbauen muss. Denn mit dem rekonvaleszenten Dänen Frederik Sörensen, dem erkrankten  Konstantin Rausch und dem gesperrten Innenverteidiger Dominique Heintz fehlen drei Mann. Hertha, zuletzt Sieger über Borussia Dortmund,  hat mit seinem bosnischen Kapitän Vedad Ibisevic und dem ehemaligen Champions League-Sieger mit Chelsea, Salomon Kalou, zwei Offensivkracher, die Stöger beeindrucken. Ibisevic erzielte in den letzten drei Duellen  gegen Köln vier  der fünf Hertha-Tore: „Die Länderspielpause danach kommt uns gelegen, da können wir uns neu aufstellen, dadurch bekommen wir auch einige Spieler zurück“, gab Stöger zu.

Davor steht auch ein österreichischer Teamspieler unter Druck: Martin Hinteregger mit Augsburg. Denn der Relegationsplatz ist nur noch zwei Punkte entfernt, da der Hamburger SV, Werder Bremen und Wolfsburg zuletzt emsig punkteten: „In der Liga kann eben von Platz zwei bis achtzehn jeder jeden schlagen“, meinte Hinteregger, „auch wir daheim Freiburg. Dann sieht´s wieder freundlicher aus“.  So spielen wie zuletzt daheim beim 2:2 gegen RB Leipzig und  von Beginn an die Fans mitnehmen, das sind so seine Vorstellungen. Das 30.000 Zuschauer fassende  Stadion ist  fast ausverkauft, unter der Devise „Augsburg hält zusammen“ lud der Klub 3000 Freiwillige ein. Aber es gibt Personalprobleme im Angriff. Daher heißt die bange Frage: Wer soll für ein Tor sorgen? Vielleicht wieder Hinteregger. Wie gegen Leipzig.

 

 

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