Fußball

Stögers Kreis erinnerte an Austrias letzte Meistersaison

Der Name des Elektronikunternehmens Sharp stand im letzten Match der Austria mit „alten Trikots“, beim 5:0 (1:0) gegen den neiderösterreichichen Landesligaklub Retz, auf der violetten Brust zu lesen. Aber mehr intereressiert, mit welchen Änderungen Peter Stöger in der ersten Cuprunde im Vergleich zur vergangenen Saison aufwartete. Es gab schon einige. Eine erinnerte an die letzte violette Meistersaison 2012/13 unter Stöger: So wie damals holte er auch Sonntag Vormittag die  Spieler wieder nach Schlusspfiff zum Kreis an der Mittellinie zusammen (Bild oben). Zur ersten Bestandsaufnahme, die intern bleibt. So war es auch zwei Wochen zuvor nach der 2:11-Abfuhr gegen Boussia Dortmund in Altach, so wird es auch über die ganze Saison bleiben.

Nur hält die Qualität der Mannschaft keinen Vergleich mit der violetten Meistertruppe stand. Zwei von damals sind auch sieben Jahre später dabei, Kapitän Alexander Grünwald und Rückkehrer Markus Suttner. Sie werden sich an „alte Zeiten“ erinnert haben. Stöger forciert den Stil, für den die Austria zu guten Zeiten bekannt war. Viel Ballbesitz, Kombinationen. Die Austria-Ikone Herbert Prohaska war vor den ORF-Mikrofonen von den guten Ansätzen seines Herzensklubs sogar beeindruckt. gAber man sollte nicht vergessen: Es ging nur gegen einen Landesligaklub, auch wenn der gut verteidigte, solange die Kräfte reichten. In Tornähe blieb die Austria trotz Überlegenheit lange Zeit ziemlich ungefährlich. Das 1:0 durch Max Sax nach Assist von Patrick Wimmer fiel erst eine Minute nach der Pause, nach drei Minuten der zweiten Höfte folgte das 2:0 durch Christoph Monschein. Dann war wieder Pause bis zur 76. Minute, ehe Joker Benedikt Pichler traf. Die letzten zwei Tore fiele in den letzten drei Minuten durch den eingewechselten Bright Edomwonyi und einen Freistoß von Manprit Sarkaria.

Die personellen Änderungen von Stöger? Als Nachfolger von Florian Klein als Rechtsverteidiger hat Stephan Zweischitz die Nase vorne. Maudo Jarjue wird beim Bundesligastart gegen den LASK im Abwehrzentrum sicher Erik Palmer Brown weichen müssen. Im zentralen Mittelfeld begann mit dem 19 jährigen Nachwuchsteamspieler Niels Hahn, der in der vergangenen Saison erst in der letzten Runde zum Einsatz gekommen war, ein Eigengewächs mit Grünwald. Sax dürfte bei Stgöer höher im Kurs stehen als bei Christian Ilzer, begann im 4-2-3-1 hinter der Spitze Monschein. Linksfuß Sarkaria spielt bei Stöger auf der rechten Außenbahn. Sozusagen ein Arjen Robben in violetter Versionoer der „Robben für Arme“. Seine Bilanz: Ein Tor und zwei Assists. Wenn er das auch hin und wieder in der Bundeslia schaffen würde, wäre der Austria geholfen.

Mit Suttner erzeugt die Austria bei Standards mehr Gefahr als ohne ihn. „Man hat gesehen, in welche Richtung wir uns entwickeln wollen“, bilanzierte Stöger, sah es positiv, dass die Spieler in den bisherigen drei Wochen Vorbereitung schon einiges annahmen, was die Trainer von ihnen sehen wollen: „Aber es wird ein langer Weg“ , gab er sich keinen Illusionen hin. Sollte personell nicht noch nachgerüstet werden, wird es sehr schwer, mit diesem Kader  den Austria-Ansprüchen vom Platz unter den ersten drei gerecht zu werden. Sollte dies gelingen, müsste man eigentlich die Generali-Arena sofort in Peter Stöger-Arena umbenennen.

Hartberg, das Anfang Juli im Play-off um den uropacupplatz die Austria besiegt hatte, verscheuchte Sonntag mit dem 7:0 (3:0) in Altach die schlechten Cup-Erinnerungen. Denn in den letzten zwei Saisonen war Hartberg jeweils in Runde eins rausgeflogen. Vor einem Janr gegen Toni Polsters Wiener Viktoria im Elfmeterschießen.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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