Fußball

Sturm durch Eigentor „heimlicher“Tabellenführer! Salzburg wieder mit Zittern

Anders als das Wiener Derby, in dem die Rapid-Fans die im grün-weißen Trikot mit der Nummer 10 und in grünen Hosen gekommene Jazz Gitti groß feierten, endete das in der Steiermark mit dem erwarteten Sieger: Meister Sturm Graz bezwang Hartberg 1:0 (0:0) und ist damit „heimlicher“ Tabellenführer. Der Titelverteidiger hat zwei Punkte weniger als Rapid, aber ein Spiel weniger ausgetragen, liegt also nach Verlustpunkten vorne. Das im August wegen der Qualifikation zur Champions League verschobene Heimspiel gegen Tirol wird erst im Dezember nachgetragen. Rapids erste Niederlage brachte auch die Verfolger näher: Wolfsberg und Red Bull Salzburg nach dem 2:1 (1:0) im Westduell bei WSG Tirol haben nur noch drei Punkte Rückstand, Derbysieger Austria vier.

Bei Sturms erstem Heimsieg in dieser Saison, bei dem Otar Kiteihvili fehlte und Maurice Malone erst ab der 60. Minute statt Leon Grgic spielte, war auch etwas Glück dabei. Weil er durch ein Eigentor nach 95 Minuten entstand: Einen Freistoß von Tomi Horvat fälschte Julian Gölles auf die Brust von Rapid-Leihgabe Dominic Vincze ab, von der er ins Tor sprang. In der 13 Minuten langen Nachspielzeit kam Hartberg einmal dem Ausgleich noch nahe. Sturms Trainer Jürgen Säumel zog den Hut vor der Mannschaft, weil ihm ihre Mentalität gefällt: „Wir waren auf ein Geduldspiel eingestellt. Das wir spielerisch im letzten Drittel bessere Lösungen brauchen, ist klar.“ Sturms Abwehr um Emanuel Aiwu (Bild) schafft das vierte „zu null“ in sieben Runden.

Bei Salzburg gehört derzeit offenbar das Zittern dazu. Vor der Pause die Führung durch einen Knaller von Kerim Alajbegovic mit links ins lange Eck, nach dem zweiten Treffer durch Petar Ratkov schien eine Viertelstunde vor Schluss alle klar. Aber der in der 85. Minute eingewechselten Lukas Hinterseer brachte fünf Minuten später mit dem Kopftor zum 1:2 Salzburg wieder ins Wanken. Kurz darauf hatte Hinterseer  die Chance zum Ausgleich, die er ausließ, weil er den Ball nicht so traf wie er wollte. Damit sind die Tiroler seit der zweiten Runde ohne Sieg. Für Salzburgs Trainer Thomas Letsch war es nach drei sieglosen Runden und der bitteren Niederlage gegen FC Porto in der Nachspielzeit ein gutes Gefühl, wiederzugewinnen; „Bis auf die ersten und letzten 15 Minuten war ich zufrieden. Wenn Du 2:0 führst in Tirol, musst Du cleverer sein.“

 

Foto: Gepa/Admiral.

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