Montagnachmittag gibt im Parkhotel Schönbrunn Ralf Rangnicks Assistent Lars Kornetka in Vertretung des operierten Teamchefs den Kader für die WM-Qualifikationsspiele gegen San Marino im Happel-Stadion und drei Tage später gegen Rumänien in Bukarest bekannt. Sicher dabei sind die zwei Tabellenführer unter den Teamlegionären: Bayerns Konrad Laimer und Raul Florucz von Union St. Gilloise. Beim 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen Westerlo wurde er kurz nach dem Führungstor ausgetauscht. St. Gilloise hat sechs Punkte Vorsprung, vier mehr als Bayern. Ein österreichischer Sieger in Belgiens Pro League war auch U 21-Teamkapitän Nikolas Sattlberger: Er gewann mit Genk bei St. Truiden 2:1 (0:1), war aber beim Siegestor in der 95. Minute nicht mehr am Rasen. Tormann Tobias Lawal fehlt wegen seines verletzten Knies. Er ist für das Team ebenso ein Fragezeichen wie Xaver Schlager (Bild), der bei den letzten zwei Siegen von RB Leipzig wegen einer Wadenverletzung fehlte. Er versucht durch eine Behandlung bei Sportwissenschaftler Franz Leberbauer in Fuschl das Comeback noch rechtzeitig zu schaffen, das wird ein Wettlauf gegen die Zeit.
Der erkrankte Philipp Lienhart fehlte Freiburg beim 1:1 (1:1) gegen Hoffenheim ebenso wie letzten Donnerstag in der Europa League gegen den FC Basel. Dennoch gab es ein Österreicher-Duell zwischen Junior Adamu und Alexander Prass. Adamu bereitete die schnelle Freiburger Führung vor, die neun Minuten später der Ex-Austrianer Fisnik Aslani ausglich. Prass spielte in einer offensiven Mittelfeldrolle eine Stunde. Für Freiburg und Hoffenheim, die Mannschaft von Christian Ilzer und Andreas Schicker, war es das erste Unentschieden der Saison. Ein schmerzhaftes Unentschieden gab es für Leopold Querfeld beim 0:0 von Union Berlin gegen den Aufsteiger Hamburger SV. Schmerzhaft vor allem deshalb, weil ihn in der 98. Minute Hamburgs Portugiese Fabio Vieira, ein Leihspieler von Arsenal, mit gestrecktem Fuss am Oberkörper traf. Vieira sah die rote Karte. Union kam dem Siegestor bei einem Eckball von Ex-Rapidler Christopher Trimmel, der direkt an die Stage ging, am nächsten.
In Serbien war Marko Arnautovic daran beteiligt, dass Roter Stern Belgrad nicht die erste Heimniederlage seit 2017 kassierte. Radnicki Nis führt zur Pause 1:0, weshalb Arnautovic eingewechselt wurde. In der 89. Minutw bereitete er den Ausgleich vor, in der 17minütigen Nachspielzeit fiel noch der Siegestreffer. In Dänemark spielte Michael Gregoritsch beim 5:1 (2:1)-Heimsieg vo Bröndby Kopenhagen gegen Odense anders als Torhüter Patrick Pentz niht von Beginn an, sondern erst ab der 81. Minute. Auf Erfolgskurs blieb David Affengruber mit Spaniens Sensationsaufsteiger Elche, der daheim Celta da Vigo 2:1 bezwang, ungeschlagen blieb, auf Platz vier mit sechs Punkten Rückstand auf den FC Barcelona liegt. Die erste Teacmhance für den ehemaligen Innenverteidiger von Sturm Graz? Sein Pech ist, dass es auf dieser Position mit Lienhart, Kevin Danso, Querfeld und Kapitän David Aaba feste Größen gibt, an denen Rangnick garantiert nicht rütteln wird. Ob es bei Affengruber zu mehr als zur Abrufliste reichen wird?
Foto: ÖFB/Christopher Kelemen.