Fußball

Warum Wurmbrand diesmal Chancen auf sein Teamdebüt hat

Donnerstag kann Teamchef Ralf Rangnick die Unfallklinik in Murnau verlassen, Sonntag wird er nach Wien kommen. Einen Tag später ist Treffpunkt der Teamspieler vor den WM-Qualifikationsspielen gegen San Marino am 9. Oktober und drei Tage später gegen Rumänien in Bukareest. Neue Gesichter werden nicht dabei sein. Die einzigen Änderungen gegenüber den Siegen gegen Zypern und Bosnien: Statt des am Knie verletzten Tobias Lawal gehört Wolfsberg-Tormann Nikolas Polster zum Kader, statt des an der Wade verletzten Xaver Schlager ist Werder Bremens Kapitän Marco Friedl dabei. Er war im September wegen einer Knöchelverletzung ausgefallen.

Vor einem Monat waren drei Spieler aus Österreichs Bundesliga teamreif, diesmal sind es durch Polster vier. Noch einer kommt von Wolfsberg (Alessandro Schöpf), je einer von Red Bull Salzburg (Tormann Alexander Schlager) und Tabellenführer Rapid. Der 19 jährige Nikolaus Wurmbrand hat diesmal bessere Chancen auf sein Teamdebüt als im September. Damals hatte ihn Rangnick nach vier Trainingstagen im Dilly-Resort von Windischgarsten zum U 21-Team geschickt. Die nachvollziehbare Begründung: Er wäre gegen Zypern so wie Marco Grüll nur auf der Tribüne gesessen, daher brachte es dem grün-weißen Youngster mehr, mit der U 21 in der EM-Qualifikation zu spielen. Diesmal wird Wurmbrand  im Happel-Stadion gegen San Marino sicher dabei sein, wie Rangnicks Assistent Lars Kornetka bei der Kaderbekanntgabe erklärte. Weil mit Patrick Wimmer ein Offensivspieler gesperrt ist und der 19jährige es seit Saisonbeginn gut macht. Diese Feststellung stammt ebenfalls von Kornetka. Selbst bei der Derbyniederlage mit Rapid hatte Wurmbrand am Sonntag starke Szenen (Bild). Daher besteht die Aussicht, erstmals im Nationalteam zum Einsatz zu kommen. Im bisher bestbesuchten Spiel gegen San Marino in Österreichs Fußballgeschichte; 35,000 Karten sind verkauft.

Durch Xaver Schlagers Ausfa wird Nicolas Seiwald einen anderen Partner im zentralen Mittelfeld haben als gegen Zypern und Bosnien. Die naheliegendste Varaine wäre, dass Konrad Laimer nicht wie zuletzt rechter Verteidiger sein wird, sondern eher wieder Mittelfeldspieler. Als Rechtsverteidiger steht Como-Legionär Stefan Posch bereit. David Affengruber, mit Elche die Sensation der spanischen Liga, kam wie erwartet erstmals auf die Abrufliste: „Mehr als fünf Innenvertediger im Kader wären nicht gut“, meinte Kornetka. Affengruber ist einer von neun Legionären auf Abruf. Die anderen sind Elversberg-Torhüter Nicolas Kristof, Nikolas Veratschnig von Mainz, Thierno Ballo von Millwall, Muhammad Cham von Slavia Prag, Dejan Ljubicic von Dinamo Zagreb, Kevin Stöger von Mönchengladbach, Junior Adamu von Freiburg und Andreas Weimann von Derby County. Die vier Österreicher: Die Rapidler Niklas Hedl und Matthias Seidl, vom LASK die Stürmer Max Entrup und Sasa Kalajdzic. Für den es noch ein weiter Weg zurück wird. Am Samstag wurde er beim 0:1 des LASK in Wolfsberg nicht eingesetzt.

Foto: PhotobyHofer/Christian Hofer.

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