Fußball

Sturm verlor den sechsten Spieler aus dem Meisterkader: Linksfuß gesucht!

4,95 Millionen Euro mehr auf dem Konto, aber den sechsten Spieler aus dem letzten Meisterkader verloren. Das ist die Situation bei Sturm Graz nach dem fixierten Wechsel des Dänen Tochi Chukwuani (Bild) zu den Glasgow Rangers, die er im Oktober in der Europa League 2:1 besiegt hatte. Möglicherweise gab seine Leistung dabei den Anstoß zu dem lukrativen Transfer. An den lukrativsten der Sturm-Geschichte kam er nicht heran: Das war der von Chukwuani-Landsmann Rasmus Höjlund 2022 zu Atalanta Bergamo und in Folge zu Manchester United. Das brachte zusammen 21 Millionen. Chukwuani ist bereits der sechste aus dem letzten Meisterkader, der nicht mehr bei Sturm ist: Vor einem Jahr gab es den Abschied von Höjlunds Nachfolger, Torjäger Mika Biereth, im Sommer folgten Tormann Kjell Scherpen, Abwehrchef Gregory Wüthrich, Mittelfeldmotor Malick Yalcouye und der Däne Wiliam Böving, jetzt ging der 22 jährige Chukwuani, der im Herbst auf der Position links im Mittelfeld 24 mal zur Startelf gehörte.

Daher besteht Handungsbedarf. Der einzige Linksfuß im Mittelfeld ist der letzten Sommer um zwei Millionen von Cracovia geholte 19 jährige Pole Filip Rozga. Die Bilanz seines ersten halben Jahres im Sturm-Dress; Zehnmal in der Startelf, elfmal eingewechselt, je zwei Tore und Assists. Zweifelsohne hat er Potenzial für die Zukunft, aber ein Spieler mit mehr Erfahrung würde Sturm nicht schaden, Jetzt ist Sportchef Michael Parensen gefordert. Die Rückkehr von Böving, der beim deutschen Letzten Mainz nicht zurecht kommt (viermal Startelf, sechsmal eingewechselt, ein Tor erzielt), wäre nicht die Lösung, die Sturm jetzt braucht, weil er kein Spieler für die linke Seite ist.

Nicht nur Sturm, sondern auch der zweite Grazer Bundesligaklub GAK verliert einen Legionär: Sadik Fofana, der 22 jährige zentrale Mittelfeldspieler, der ohne Ablöse vor einem Jahr aus der zweiten Mannschaft von Bayer Leverkusen kam, wechselt zu Lecce, zum 16. der italienischen Serie A. Der Nationalspieler des Togo bringt mit 800.000 Euro dem GAK zwar die bisher höchste Ablösesumme, hinterlässt aber eine Lücke. Aber wie man Sportchef Tino Wawra kennt, traf ihn der Wechsel nicht ganz unvorbereitet, weshalb er schon einen Ersatz im Hinterkopf haben wird.

Foto: SK Sturm.

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