Fußball

Trimmel ist Ausnahme unter Sensation der Abgeschriebenen! Onisiwo-Gala bei Mainzer 5:0

Mit 23 Punkten aus elf Runden Tabellenführer der Bundesliga! So eine Ausbeute hatte der Ex-Rapidler Christopher Trimmel als Kapitän von Union Berlin nicht einmal in der zweiten Liga. Das heißt: Egal, wie Meister Bayern München Samstag in Hoffenheim spielt, wie hoch er gewinnen sollte, er wird wegen der vier Punkte Rückstand auf Union nicht Platz eins übernehmen. Die „Eisernen“ könnten sich Sonntagnachmittag sogar eine Niederlage beim Letzten Bochum leisten, wovon eigentlich nicht auszugehen ist, und bleiben trotzdem vorne. Manche entdeckten schon Parallelen zum letzten Sensations-Meister in der Bundesliga. Das war Aufsteiger Kaiserslautern unter dem legendären Otto Rehhagel. Kaiserslautern lag damals nach elf Runden auch vier Punkte vor Bayern.

Kapitän Trimmel ist eine Ausnahme in der Erfolgstruppe. Als er 2014 als 27 jähriger ohne Ablöse nach Berlin kam, war er zuvor erste Wahl bei Rapid. Viele seiner aktuellen Mitspieler gehörten vor ihrer Union-Zeit zur Kategorie „bereits abgeschrieben“. Das beginnt beim dänischen Tormann Frederik Ronnow, der sich bei Eintracht Frankfurt nicht durchsetzen konnte, mit Schalke vor einem Jahr abstieg. Jetzt ist er Stammkeeper. Auf Abwehrchef Robin Knoche legte Wolfsburg vor zwei Jahren keinen Wert mehr. Jetzt ist er Leistungsträger. Mittelfeldspieler Janik Haberer, der keine Ablöse kostete, war bei Freiburgs Kulttrainer Christian Streich keine Stammkraft. Ähnliches gilt für Rani Khedira, den jüngeren Bruder des deutschen Weltmeisters von 2014. Bei Augsburg Mitläufer, bei Union nicht wegzudenken. Der Japaner Genki Haraguchi scheiterte bei Hertha BSC Berlin, stieg mit Hannover 96 vor drei Jahren ab. Seit 2021 spielt er bei Union Berlin eine wichtige Rolle. Auch er kostete keine Ablöse. Das spricht alles für den Schweizer Trainer Urs Fischer. Er war mit dem FC Basel zweimal Meister (2016 mit Marc Janko und 2017). Von seinen Spielern schafften nur der amerikanische Stürmer Jordan Siebatcheu (mit Young Boys Bern) und der polnische Linksverteidiger Tymoteusz Puchacz (in der Türkei mit Trabzonspor) Meisterehren. Puchacz zählt bei Union nicht zum Stammpersonal.

Trimmel, der 25 Länderspiele für Österreich absolvierte, bestreitet als 35 jähriger in Bochum sein 279. Spiel für Union Berlin, sein 150. in der ersten Bundesliga, bei dem er mit seiner Power wie gewohnt für gefährliche Flanken und Standards sorgen wird.  Andere „Ösis“ haben Pause. Die Liste der Ausfälle wurde größer: Zu Konrad Laimer, Hannes Wolf, Dejan Ljubicic und Leo Greiml kam Patrick Wimmer dazu, der wegen eines geschwollenen Spunggelenks Wolfsburg in Leverkusen fehlen wird. So wie Trimmel sind auch Philipp Lienhart und Michael Gregoritsch, die mit Freiburg Werder Bremen (mit Marco Friedl und Romano Schmid) empfangen, Fixstarter. Das gilt ebenso für Christoph Baumgartner bei Hoffenheim und Xaver Schlager bei Leiozig in Augsburg. Marcel Sabitzer (bei Bayern) und Stefan Lainer (bei Mönchengladbach) beginnen auf der Bank.

Freitag Abend stand Karim Onisiwo mit seiner Gala beim Mainzer 5:0 (3:0) gegen den 1. FC Köln im Mittelpunkt: Der Teamstürmer holte den Elfer zur Kölner Führung heraus, leitete die Aktion zum 2:0 ein. Dazwischen sah Kölns Innenverteidiger Luca Killian, der den Elfer verschuldete und dafür gelb bekam, für ein Foul an Onisiwo wieder gelb. Gegen zehn Kölner kam Mainz zu seinem ersten Heimsieg, bei dem Onisiwo mit seinem vierten Saisontor für den Endstand sorgte. Zuvor hätte fast auch Florian Kainz für Köln getroffen. Sein Freistoßkracher ging an die Stange.

Foto: Union Berlin.

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