Samstag verwandelte Marco Rossi im Duell der österreichischen NHL-Legionäre mit Minnesota Wild in Detroit einen Zweitorerückstand in einen Auswärtssieg. In der Nacht auf Mittwoch gelang Marco Kasper (Bild) mit den Red Wings in St. Paul ähnliches: Auch zwei Tore zurück, aber noch 3:2 (0:2, 2:0, 1:0) gewonnen. Unterschiede gab es aber auch: Minnesota erzielt das Siegestor erst in der Verlängerung, Detroit noch in der regulären Spielzeit. Rossi steuerte zu Minnesotas Sieg einen Assist und das entscheidende Tor bei, Kasper „nur“ einen Assist. Was beide bei Kaspers erfolgreicher Revanche verband: Sie waren jeweils der Stürmer ihrer Mannschaft mit der längsten Eiszeit. Bei Kasper waren dies 19:06 Minuten, bei Rossi sogar 21:34.
Zwischen den Partien gegen Minnesota war Kasper auch am 5:4-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Mighty Ducks aus Anaheim entscheidend beteiligt: Mit seinem zehnten Saisontor erzielt er das 1:0, gab den Assist zum Siegestreffer durch Topstar Patrick Kane. In der Ära von Headoach Todd McLean, die im Dezember begann, ist Kasper mit acht Treffer der beste Torschütze unter den NHL-Rookies. Gegen Minnesota lag Detroit nach 13 Minuten 0:2 zurück, nach dem Anschlusstreffer von Wladimir Tarasenko, den Kasper mit seinem 13. Assist vorbereitete, kippte aber das Spiel. Am Ende feierte Detroit den ersten Auswärtssieg über Minnesota seit sechs Jahren, seit dem 12. Jänner 2019.
Durch den Detroit nach derzeitigem Stand auch einen Platz in den Play offs hätte. Dank einer „Wildcard“ als Vierter der Eastern Division mit der höchsten Punktanzahl. Minnesota bräuchte als Dritter der Central Division im Westen keine Wildcard. „Wenn man 2:0 führt, dann muss man ein Heimspiel eigentlich auch gewinnen“, ärgerte sich Rossi, der bei einem Verlusttor am Eis war. Der Vorarlberger hält derzeit bei 50 Scorerpunkten: 21 Tore und 29 Assists. Für Minnesota geht es in der Nacht auf Freitag auswärts gegen Utah weiter, 24 Stunden später folgt das Gastspiel in Denver gegen Colorado. Detroit hat zwei Duelle hintereinander gegen Columbus: Zunächst daheim, dann auswärts.
In der heimischen Ice League fällt die Entscheidungen über den achten Viertelfinalisten zum KAC, Red Bull Salzburg, Bozen, den Linzer Black Wings, den 99ers aus Grz, Villach und Pustertal am Freitag zwischen Fehervar und den Vienna Capitals. Nach dem 1:2 am Sonntag in Ungarn erzwage die Capitals Dienstag mit dem 1:0 (1:0, 00,0:0)-Heimsieg durch ein Tor von Jeremy Gregoire das Entscheidungsspiel m Freitag in der MET-Arena, das Puls 24 live überträgt. Da setzen die Capitals erneut auf die Hochform von Torhüter Tyler Parks, der mit 32 Saves sein erstes Shutout bei den Wienern verzeichnete. Auf den drei Monate lang verletzt ausgefallenen Amerikaner sind die Capitals angewiesen: Denn derzeit ist Sebastian Wraneschitz außer Gefecht.
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