Fußball

Vertrag ohne Ausstiegsklausel: Murgs Manager „checkt“ vorerst nur

Letzten September jubelte Rapid über die vorzeitige Verlängerung des ohnehin noch drei Jahre laufenden Vertrags mit Thomas Murg bis 2022, in der es keine Ausstiegsklausel gab: „Er hat noch lange nicht seinen Leistungsplafond erreicht“, urteilte Sportchef Fredy Bickel über den inzwischen 24jährigen Steirer. Und behielt recht. Sieben Monate später ist es nicht zu übersehen: Murg machte einen Schritt vorwärts, ist in der Kreativabteilung derzeit der auffälligste Spieler, was auch sein Trainer Didi Kühbauer Dienstag Abend nach dem 4:2 in Hartberg eingestand. „Er macht es derzeit sehr gut. Weil er gelernt hat, das Fussball nicht nur nach vorne geht. Sondern dass es nach hinten geht, wenn es nicht läuft.“ Eine paradoxe Erklärung: Weil Murg seine Defensivarbeit verbessert hat, kommt er offensiv besser zur Geltung. Soll sein, Rapid braucht diesen Murg dringend.

Als ihn im Jänner 2016 der damalige Trainer Zoran Barisic von Ried zu Rapid lotste, redeten danach sowohl er als auch Kapitän Steffen Hofmann mit den Capos der Fantribüne. Da ging es um Murgs zwei violette Saison, für die Peter Stöger gesorgt hatte. Er vergas nicht auf seine „Entdeckung“ in der Trainerzeit beim GAK, als er zwei Jahre später bei Austria war. Murg wechselte 2012 mit 17, wurde in der ersten Saison Meister, blieb bis 19. Er bekam keinen neuen Vertrag. Zur Trennung von Violett 2014 in Richtung Ried führte auch eine Undiszipliniertheit in Österreichs U21, auf die Gerüchte über einen nicht optimalen Lebenswandel folgten. Wenn es Jugendsünden gab, sind die Vergangenheit. Als Familienvater ist der Voitsberger ruhiger geworden, weiß um seine Verantwortung. Die Rapid-Fanszene akzeptierten damals das Argument von Barisic und Hofmann, dass Murg kein „Erz-Austrianer“ ist, dort sozusagen nur auf Durchreise war.

Nächsten Mittwoch werden beim Cupfinale gegen Red Bull Salzburg, für das über 20.000 Karten verkauft sind, das der Oberösterreicher Manuel Schüttengruber nicht zur Begeisterung aller Beteiligten leiten wird, Scouts von vielen Vereinen auf der Tribüne des Klagenfurtr Wörtheerseestadions sitzen. Wenn Murg bis dahin keinen Formeinbruch erleidet, wird er danach noch gefragter sein als er es ohnehin bereits ist. Letzten Sommer interessiert ihn ein lukratives Angebot von CSKA Moskau. Aber Bickel hatte für die Russland-Wünsche kein offenes Ohr. Im Oktober gab es Gerüchte über ein Interesse des 1.FC Köln ohne Wahrheitsgehalt. Die aktuelle Lage? Muhrs Manager Thomas Böhm verhält sich noch abwartend, eher passiv. Weiß von einigen Interessenten aus einigen Ländern, die es gibt: „Aber ich bin gerade erst dabei, alles zu checken, um  herauszufinden, wie ernst das werden könnte. In erster Linie bin ich froh, dass Thomas derzeit so gut spielt. Das ist das wichtigste“ Da hat seine Agentur „Grass is green“ die gleichen Interessen wie Grün-Weiß.

Als Rapid vor zwei Jahren in Klagenfurt das Cupfinale gegen Red Bull Salzburg knapp 1:2 verlor, spülte nachher der Wechsel von Max Wöber zu Ajax Amsterdam insgesamt an die sieben Millionen Euro in die Kassen. Passiert ähnliches 2019 mit Murg? In Hütteldorf wird sehr viel Wert auf ein Millionenplus im Geschäftsbericht gelegt. Trotz weniger Einnahmen durch den verpassten Sprung in die Meisterrunde.

Foto: © SK Rapid Wien Media.

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