Fußball

Der Knaller um Murg: Dank Schaub zu Schwab nach Saloniki

Der Rollbalken war doch nicht runter bei Rapid, wie es Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic vor dem letzten Tag der Transferzeit angekündigt hatte. Es gab noch einen Knaller, der rund zwei Millionen Euro in die Kassen spülte: Thomas Murg (Bild oben) folgt Stefan Schwab, wechselt so wie der Ex-Kapitän nach Griechenland zu Paok Saloniki. Entweder war das Thema Saudiarabien bei Murg nur Ablenkung oder irgendwer hat in der Schule bei Geographie nicht aufgepasst. Murg verabschiedete sich mit einer starken Leistung am Sonntag beim 3:0 gegen den LASK nach vier Jahren von Rapid. Auf den Abgang des 25 jährigen Steirers danach angesprochen, meinte  Trainer Didi Kühbauer: „Das Wort fatal dafür wäre noch untertrieben!“

Barisic verkaufte Murg, er holte ihn aber auch nach Hütteldorf. Vor vier Jahren von Ried. Murg, eigentlich eine „Entdeckung“ von Austrias General Manager Peter Stöger in seiner Zeit als Trainer des GAK, bestritt für Grün-Weiß seit Jänner 2016 163 Pflichtspiele, erzielte  35 Tore. Sicher erzählte Schwab dem deutschen Sportchef von Paok Saloniki, Olaf Rebbe, nur Gutes über Murg. Der sein erstes Engagement im Ausland auch einen anderem ehemaligen Mitspieler zu verdanken hat: Rebbe (zuvor bei Huddersfield und Wolfsburg) war seit Wochen hinter Louis Schaub her, machte aber den Kauf vom Abgang seines Kapitäns Dimitros Pelkas abhängig. Zu dem kam es erst nach dem Scheitern im Play-off am russischen Klub Kranosdar. Bis ans Ende der Transferzeit wollte Schaub aber nicht warten, wechselte vor  zwei Wochen in die Schweiz zum FC Luzern ,bei dem er sich bisher gut zurechtfand. Dort ist Schaub auch sicher besser aufgehoben als in der griechischen Hektik bei Paok.

Murg wartete geduldig bis zum letzten Tag der Transferzeit, kam nach dem Wechsel von Pelkas zu Fenerbahce Istanbul zum Zug, saß Montag Mittag im Flugzeug nach Saloniki.  Sein Vertrag bei Rapid lief bis 2022. Daher war die hohe Ablöse, die Rapids Finanzen gut tut, möglich. Paok liegt nach drei Runden hinter dem Stadtrivalen Aris an zweiter Stelle, trifft in der Gruppenphase der Europa League auf den holländischen Spitzenklub PSV Eindhoven mit Ex-Salzburg-Trainer Roger Schmidt, Granada aus Spanien und Omonia Nikosia. Da ist der Aufstieg machbar. Wie geht´s aber  bei Rapid ohne Murg, weiter? Barisic arbeitete Montag Nachmittag daran, einen vorbereiteten Neueinkauf für den Fall von Murg zu fixieren. Aber den wahren Nachfolger hat Rapid ohnehin schon in den eigenen Reihen: Das 17 jährige Supertalent Yusuf Demir. Seine Einsätze als Joker schreien geradezu danach, ihn von Beginn an zu bringen. Auch wenn Kühbauer ihn nicht verheizen will.

Was tat sich sonst noch in der am letzten Tag der Transferzeit in der Bundesliga? Wie erwartet wurde Wolfsberg aktiv. Sicherte sich einen Ex-Rapidler, den routinierten Mario Pavelic. Der Rechtsverteidiger kostete keine Ablöse, hatte zuvor seinen Vertrag beim kroatischen Spitzenklub Rijeka aufgelöst. Im Frühjahr hatte der 26 jährige bei Admira gespielt. Bis heute hat Rapid keinen besseren Rechtsverteidiger als es Pavelic in der Trainerära von Barisic war. Der hatte ihn damals mit einen, „der mit dem Ball tanzt“ bezeichnete. Kann Pavelic an diese Form anschließen, hilft er Wolfsberg weiter. Seinen ersten Legionär aus dem Iran holte St.Pöltens Sportchef Georg Zellhofer: Den 1,90 Meter großen Defensivspieler Reza Asali, 24 Jahre jung. Der zweite Neue der bisherien Übeerraschungsmannschaft der  Liga: Der 20 jährige Linksverteidiger Martin Majnovics vom Konkursklub Mattersburg. Auf ein 21 jähriges Talent der OÖ Juniors hofft Schlusslicht Altach, um die Defensive zu stabilisieren: Das soll mit Innenverteidiger David Brumberger gelingen.

Die Spielergewerkschaft machte wie angekündigt Druck auf die Admira wegen Christoph Schösswendter, der nicht mehr mit der Mannschaft trainieren darf, um eine Vertragsauflösung zu erzwingen: Sie stellte bei der Bundesliga den Antrag auf ein Schlichtungsverfahren und beim Landesgericht Eisenstadt einen auf eine einstweilige Verfügung, die Schösswendter die Teilnahme am Mannschaftstraining laut gültigem Kollektivvertrag ermöglichen soll.

Foto: Wien Energie/Gepa.

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