Fußball

Vom neuen Rapid-Stil war beim Einstand von Thorup nichts zu sehen

Erster Sieg für Rapid beim Einstand des neuen Trainers Hoff Thorup. Beim 1:0 (0:0) im Duell gegen den Grünweißen aus Budapest,  Rekordmeister Ferencvaros Budapest, den Zweiter der ungarischen Liga, derzeit in der Europa League als Sechster auf einem Achtelfinalplatz, war in den roten Auswärtsdressen  nichts vom angekündigten neuen Spielstil im 4-3-3 zu sehen. Den durfte man eigentlich auch nicht erwarten. Den Sieg hat Rapid in Wahrheit den Torhütern Niklas Hedl und Paul Gartler zu verdanken. Kein gutes Zeichen war es, dass mit dem inzwischen 20 jährigen Nikolaus Wurmbrand der schnellste und gefährlichste Rapidler wieder einmal zur Vorsicht geschont werden musste. Die muskulären Probleme scheinen ihn zu verfolgen.

Thorup setzte insgesamt 23 Spieler ein, tauschte zur Pause die komplette Mannschaft aus. Die Besetzung der ersten Hälfte bewies, dass er die Spieler noch nicht richtig kennt. Denn ein Mittelfeld mit Louis Schaub (Bild), dem langsamen Lukas Grgic und Tobias Gulliksen kann nicht funktionieren. Daher bestimmten die Ungarn bis zur Pause das Geschehen, profitierten auch von Ballverlusten Rapids im Spielaufbau. Mit dem Mittelfeldtrio Matthias Seidl, Tobias Gulliksen, der ein Comeback feierte, und Romeo Amane funktionierte es nach der Pause besser, ließ Rapid weit weniger zu, schoss auch den einzigen Treffer. Seidl stoppte eine Flanke von Bendegüz Bolla perfekt, schoss sofort mit links und traf. Ein Treffer, den Thorup als spektakulär bezeichnete. Ansonst erkannte er gute und schlechte Dinge. Er hätte gerne ein mehr Tempo und mehr Torchancen gesehen, fand den Test aber so intensiv wie ein Spiel der zweiten englischen Liga: „Jeder Sieg ist wichtig und tut gut!“

Das erste Spiel von Innenverteidiger Serge Philipp Raux Yao nach Verletzungspause dauerte wie geplant nur 30 Minuten, dann löste ihn Kenan Muharemovic aus der zweiten Mannschaft ab. Im Finish spielten in der Viererabwehr mit Jakob Brunnhofer und Muharemovic zwei aus Rapid II, dazu als Linksverteidiger Offensivspieler Dominik Weixelbaum. Vom grün-weißen Zweitligsten kamen auf die Offensivtalente Daniel Nunoo und Moulayel Haidara zum Einsatz. Ried, Rapids Gegner im Cupviertelfinale und Konkurrent im Kampf um einen Platz in der Meisterrunde, rüstete mit einem Unter 21-Teamspieler auf: Evan Eghosa Aisowieren ist eine neue Variante im offensiven Mittelfeld. Der 20 jährige kam vom Wiener Zweitligsten Floridsdorfer AC, kostete vorerst 350.000 Euro. Zuvor war der gebürtige Linzer im Nachwuchs von Coventry.

Foto: SK Rapid/Widner.

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