Fußball

Was Austria und Wacker Innsbruck verbindet, warum Stöger nicht mit ins Trainingslager fliegt

Austria macht kein Hehl daraus,einen Investor zu suchen, der bis zu 49 Prozent der violetten AG kaufen kann. Da komme man laut Sportvorstand Peter Stöger mit großen Schritten voran. Wenn er das so sagt, muss er in die Gespräche involviert sein, was er mit dem Satz „ich mach inzwischen einige Dinge, die ein Sportvorstand nicht tun muss“, eigentlich zugibt. Die Suche nach einem Investor oder strategischem Partner ist seit letzten Sonntag auch bei Zweitligist Wacker Innsbruck hochoffiziell ein Thema. Weil die Generalversammlung mit 93,1 Prozent der Stimmen eine Statutenänderung beschloss, die es dem vierköpfigen Vorstand um Präsident Gerhard  Stocker ermöglicht, ab sofort sogenannte Kernmitglieder aufzunehmen. Die ein vielfaches eines normalen Mitgliedsbeitrags einzahlen, je nach Höhe ihrer finanziellen Zuwendungen auch entsprechende Stimmen für die Generalversammlung bekommen. Die Amtszeit von Stockers Vorstand wurde deshalb bis 31.August verlängert, um diese Kernmitglieder oder Investoren zu finden. Wacker Innsbruck konnte letzte Saison laut Generalversammlung alle Schulden in Höhe von knapp 465.000 Euro abtragen.

Bei Austria soll der Finanzschub durch den neuen Investor dazu beitragen, wieder eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, die unter die ersten drei kommen kann, bei Innsbruck geht es vorerst darum, wieder die Nummer eins in Tirol zu werden. Das ist im Moment die Mannschaft, die in der Bundesliga spielt, nämlich WSG Swarovski Tirol. Der Aufsteiger aus Wattens ist aber bei den Heimspielen im Insnbrucker Tivoli nicht angekommen, obwohl Tirol statt Wattens, wo es auch nächste Saison kein bundeligataugliches Stadion geben wird, in den Klubnamen kam. Die Zuschauerzahlen am Tivoli beweisen dies: 26.966 Fans in neun Heimspielen, der beste Besuch waren 5032 beim Westderby gegen Red Bull Salzburg, gefolgt von 4127 gegen Rapid. Beim Kellerduell des Schlusslichts gegen Mattersburg im Dezember verloren sich am Tivoli 1598 Zuschauer. Der Schnitt von 2966 Besuchern pro Match liegt nicht um Welten  über dem von Wacker Innsbruck in der zweiten Liga (2126). Dabei mischt der Platzhirsch im Kampf um den Aufstieg gar nicht mit, liegt 15 Punkte hinter Winterkönig Ried. Mit einem oder zwei neuen Kernmitgliedern soll eine Mannschaft entstehen, die nächste Saison reif für den Aufstieg ist.

Zurück nach Wien zur Austria. Die bestreitet Mittwoch gegen den slowakischen Zweitligisten FC Petrzalka ihr drittes Vorbereitungsspiel. Ohne den erkrankten Torjäger Christoph Monschein, vielleicht schon mit dem zuletzt am Rücken lädierten Kapitän Alexander Grünwald. Freitag geht es ins Trainingslager nach Belek. Allerdings ohne Stöger. Der hält es für gescheiter und besser, in Wien die Stellung zu halten: „In der letzten Jännerwoche kann in alle Richtungen etwas passieren, da bin ich lieber vor Ort als in der Türkei!“ Etwas passieren? Vielleicht kommt in den letzten Tagen der am 31. Jänner endenden Transferzeit  noch ein konkretes Millionenangebot aus England für Monschein, vielleicht konfrontiert ein anderer, der nicht zufrieden ist, den Sportvorstand mit Wechselwünschen.  Das könnte beispielsweise der Israeli Alon Turgeman sein.

Foto: FK Austria/Zolles.

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