Fußball

Weit weg von ganz schlecht ist für Rapid nicht gut genug!

Rapid schaffte den Aufstieg ins Achtelfinale des Uniqa-Cups. Aber wie das in der Steiermark beim Vorletzten der Regionalliga Mitte, Allerheiligen, gelang, war beim besten Willen kein Zeichen, das alles besser wird. Auch wenn Ex-Teamspieler Martin Harnik, dessen Vater aus Allerheiligen kommt, als ORF-Experte wohlwollend von einer reifen Leistung beim 2:0 (0:0) sprach, weil Rapid ruhig und geordnet agierte habe. Erst nach 66 Minuten fiel auf dem kleinen Platz der Führungstreffer durch Ferdi Druijf per Kopf nach Flanke von Thorsten Schick. Eine Koproduktion von Jokern. Der Holländer, der etwas übergewichtig wirkt, war zur zweiten Hälfte statt Patrick Greil gekommen, Schick vier Minuten vor dem erlösenden Führungstor statt des slowakischen Teamspielers Martin Koscelnik. Die Draufgabe war das 2:0 von Innenverteidiger Kevin Wimmer nach einem Eckball von Nicolas Kühn. Der wieder einmal der auffälligste Rapidler war.

Kühn stand erstmals gemeinsam mit Yusuf Demir in der Startelf, zu der Michael Sollbauer, der es zuletzt gegen Vaduz und Sturm Graz aus sportlichen Gründen nicht in den Kader geschafft hatte, im Abwehrzentrum gehörte. Kühn verfehlte die schnelle Führung um Zentimeter, als er nur die Stange traf. Das bezeichnete Harnik als perfekte Aktion, die sich ein Tor verdient hätte. Die einzige in der ersten Hälfte trotz Dauerüberlegenheit. Ansonst fehlten Ideen und Präzision. Zugegeben, es war auf dem holprigen Rasen gegen eine Mannschaft, die mit acht Mann vor dem eigenen Strafraum stand, nicht leicht. Aber es bleibt dahingestellt, ob man gegen Allerheiligen wirklich zwei zentrale, eher defensive Mittelfeldspieler braucht (Aleksa Pejic, Roman Kerschbaum) und es richtig ist, zur Pause trotz 0:0 einen offensiven (Greil) in der Kabine zu lassen. Ein Glück für Trainer Ferdinand Feldhofer, dass Greils Nachfolger Druijf für die Führung sorgte.

„Pflicht erfüllt, vielleicht war das der Turnaround“, resümierte der Trainer, „von ganz schlecht sind wir weit weg“. Die Frage bleibt, ob das für Rapid gut genug ist, den grün-weißen Ansprüchen gerecht wird. Auch wenn am Ende die Spieler erleichtert vor den 300 in die Südsteiermark gekommenen Rapid-Fans standen und ihnen applaudierten. Nur der Aufstieg zählte. Am Sonntag werden beim Liga-Schlusslicht Altach im Ländle nur drei Punkte zählen. Sonst wird es noch schwieriger, das umzusetzen, was Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic zur Pause in Allerheiligen als vorrangig bezeichnete: Haltung bewahren, den Verein in ruhigere Gewässer führen.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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