Fußball

Wenig Trainereffekt bei Rapid! Wolfsberg hat Chance auf Double!

Von Trainereffekt war bei Rapid nach vier Tagen mit Stefan Kulovits als Chef wenig zu merken. Am beeindruckendsten beim 0:0 gegen Blau Weiß Linz war die Kulisse: trotz Negativserie kamen 19.339 Zuschauer. Kulovits präsentierte eine gegenüber dem 1:2 in Linz an fünf Positionen veränderte Mannschaft: Im Abwehrzentrum erzwungenermaßen Amin Gröller und Kouadio Ahoussou, da Nenad Cvetkovic und Serge Raux-Yao verletzt waren. Auch Lukas Grgic fiel aus, daher begann im zentralen Mittelfeld Romeo Amane mit Mamadou Sangare. Als Linksverteidiger gab Kulovits Moritz Oswald gegenüber Jonas Auer den Vorzug, statt Andrija Radulovic begann Kapitän Matthias Seidl. Dem stand am Ende wie sooft in den letzten Wochen der Frust ins Gesicht geschrieben (Bild). Zurecht. Denn mit einer Nullnummer gegen Blau Weiß darf Rapid nicht zufrieden sein.

In Ordnung war der Start. Blau Weiß-Tormann Radek Vitek verhinderte it drei starken Reaktion die Rapid-Führung, ehe sich bei Grün-Weiß die Fehler häuften. Viel zu viele Fehlpasses, keine Chance mehr herausgespielt. VAR Christopher Jäger verhinderte den Rückstand für Rapid, weil er Schiedsrichter Markus Hameter darauf hinwies, dass Manuel Marandas Kopftor knapp vor der Pause nur möglich war, weil er bei einem Freistoß im Abseits stehende Bruder des Rapid-Kapitäns, Simon Seidl, Bendegüz Bolla blockte, am Verteidigen hinderte, dadurch aktiv eingriff. Nach dem On Field Review schloss sich Hameters Jägers Meinung an.

Nach der Pause brauchte Rapid bei einem Kopfball von Ronivaldo an die Latte Glück, im Finish rettete Vitek gegen Seidl und den eingewechselten Guido Burgstaller. Der sah noch die rote Karte. Als ihn der Linzer Innenverteidiger Alem Pasic mit seinem gefühlt 20. Foul am Trikot festhielt, befreit sich Burgstaller und griff dabei Pasic kurz an den Hals. Der ließ sich theatralisch fallen, Hameter zückt die rote Karte. Völlig überzogen, wenn auch regeltechnisch gedeckt. Fakt ist, dass Rapid einen Punkt vor Blau Weiß bliebt, aber mit solchen Leistungen keine Chance hat, noch Vierter zu werden. Daher muss Rapid darauf hoffen, dass die grün-weiße Legende mit Wolfsberg Donnerstag das Cupfinale gegen Hartberg gewinnt. Wird hingegen Hartberg Cupsieger, reicht der fünfte Platz nicht, um in die Qualifikation für die Conference League zu kommen. Auf Platz vier hat Rapid acht Punkte Rückstand.

Kühbauer hat mit Wolfsberg seit dem völlig verdienten 2:1 (1:0) gegen Red Bull Salzburg mit fünf Umstellungen gegenüber dem 1:1 in Salzburg am Sonntag sogar Doublechancen. Denn der Rückstand auf den neuen Tabellenführer Austria und Sturm Graz beträgt nur drei Punkte. Kühbauer glaubt, dass er es sich verdient hätte, auch als Trainer Cupsieger zu werden. Aber noch mehr seine Spieler: „Weil sie eine Topsaison abliefern!“ Sonntag kamen mehr als 7000 Zuschauer. Das passiert in Wolfsberg nicht oft.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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