Fußball

Wenn sich vier Ex-Rapidler in Istrien treffen

Medulin in Istrien wird  im Jänner oft als Trainingslager gebucht. So auch von Rapids letztem Meistermacher Peter Pacult  bei seiner Rettungsmission mit Kroatien Schlusslicht Cibalia Vinkovci. Da in Medulin  es  Plätze für mehrere Klubs gibt, kam es zum Treffen von vier Ex-Rapidlern. Pacult feiere Wiedersehen mit drei Spielern aus seiner Rapid-Ära: Mit Mario Tokic, Trainer bei Lok Zagreb (Sechster), Ümit Korkmaz und  Christopher Drazan, -Spieler bei St. Pölten. Im Finale des Arena-Cups, des Turniers, das für die Klubs im Trainingslager organisiert wurde,  bezwang St. Pölten Lok Zagreb im Elferschießen.

Zum Small Talk mit den ehemaligen Schützlingen und Bekannten kam es meist im Hotel nach dem Abendessen. Da bekam Pacult schon mit, dass der bevorstehende Rückzug von Niederösterreichs Landesvater Erwin Pröll in St. Pöltens Führungsetage Bedenken über nachteilige Folgen auslöste, dass sich Trainer Jochen Fallmann, Sportchef Frankie Schinkels und die Mannschaft  im Cup gegen Rapid schon einiges ausrechnen, dass sich  Drazan im Trainingslager wieder verletzte. Zum Start ist der Linksfuss ohnehin gesperrt. Aber Pacult hat Sorgen bei Vinkovci  genug, um sich über andere den Kopf zu zerbrechen. Da der Rückstand auf den Drittletzten Istra elf Punkte beträgt, was in 16 Partien nur schwer wettzumachen sein wird, gibt´s zur Rettung nur eine Option: Den punktegleichen Vorletzten RNK Split  überholen und via Relegation oben bleiben. Pacult  registrierte Spannungen in seiner Mannschaft zwischen jung und alt, hofft noch auf drei Verstärkungen. In Kroatien ist das  Transferfenster bis 15. Februar offen.

Daher wird  ein weiterer Ex-Schützling von Pacult zehn  Jahre nach seinen Abschied  von Hajduk Split und Stationen in Belgien (Waregem), Österreich (Rapid), Schottland (Glasgow Rangers), England (Everton, Hull, West Ham) und zuletzt China  (Beijing Renhe)  noch nach Kroatien zurückkehren: Torjäger  Nikica Jelavic, inzwischen 31, mit Kroatien bei der EURO 2012 unter Slaven Bilic und bei der WM 2014 unter Niko Kovac. Pacult würde ihn mit Handkuss nehmen. Aber für Vinkovici ist der  Torjäger viel zu teuer. Herbstmeister Rijeka kann ihn sich leisten. Der ambitionierte Präsident Damir Miskovic zog bereits vor fünf Jahren den italienischen Geschäftsmann Gabriele Volpi an Land, dem inzwischen 70 Prozent des Klubs gehören. Volpi steht auch hinter Italiens Serie-B-Klub La Spezia, den Nenad Bjelica nach seinem Aus als Austria-Trainer eineinhalb Jahr trainierte, ehe er in Polen bei Lech Posen anheuerte. Volpi wird Jelavic finanzieren, damit ein Ex-Austrianer (Alex Gorgon) gemeinsam mit einem Ex-Rapidler dafür sorgen, den Abonnementmeister Dinamo Zagreb zu enttrohnen. Rijeka hat bereits sechs Punkte Vorsprung.

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