Fußball

„Wenn wir so gut spielen wie wir trainieren“: Die Austria ist nicht vermessen

In München glaubt einer fest daran, dass der Meister in der Bundesliga nach einem Jahr Pause am Ende wieder Red Bull Salzburg heißen wird. Nämlich Christoph Freund, der Sportchef von Bayern München mit einer sehr erfolgreichen Salzburger Vergangenheit. Um die Prognose zu bestätigen, müsste Salzburg Sonntag schon im ersten Topspiel als Gradmesser bestehen: im Schlager gegen Rapid in Hütteldorf. Salzburg hat in dieser Saison gegen Rapid noch nicht gewonnen, aber jetzt auch für Rapids Trainer Robert Klauß „volle Power“. Rapids Kapitän Matthias Seidl tankte seinen Akku während der Länderspielpause auch an zwei freien Tagen in seiner Salzburger Heimat auf. Vorerst liegt Salzburg noch je vier Punkte hinter dem Führungsduo, hinter Sturm Graz und Austria, Rapid hat nach der Punkteteilung zwei weniger als Salzburg.

Sturm verteidigt Platz eins in Wolfsberg. Gegen eine Mannschaft, die den Meister in dieser Saison zweimal bezwungen hat. Sowohl daheim als auch in Kärnten verlor der Meister 0:3. Trainer Jürgen Säumel hat Personalprobleme auf der Position des linken Verteidigers: Der Belgier Dimitri Lavalee ist gesperrt, sein Ersatz Emir Karic verletzte sich in der Länderspielpause. Möglich, dass Bosniens Jungteamspieler Arjen Malic diesmal nicht recht, sondern links verteidigt. Die Austria muss bei Blau Weiß Linz besser machen als in der ersten Runde des Grunddurchgangs bei der unnötigen 0:1-Niederlage. Sportchef Manuel Ortlechner kann sich eine Wiederholung zum Auftakt der violetten „Crunchtime“ nicht vorstellen: „Es war bravourös, was unsere Mannschaft zuletzt auf den Rasen geknallt hat“. Für Trainer Stephan Helm wäre es vermessen, von einer Pflichtaufgabe zu sprechen: „Wenn wir so gut spielen, wie wir trainiert haben, dann müsste es klappen“. Er bezeichnete die Vorbereitung auf die entscheidenden zehn Runden als „perfekt“. Doubleträume sind kein Thema, Zukunftsplanungen hingegen schon. Da geht es darum, ob der von Basel ausgeliehene Torjäger Maurice Malone (Bild) auch nächste Saison bei Austria spielt. Über den Stand der Dinge will Ortlechner noch nicht reden. Alles hängt in erster Linie daran, ob der Wiener Stadtsenat in drei Wochen den Kauf des Austria-Stadions beschließt.

Für das Semifinale der Austria im Uniqa-Cup gegen Hartberg am Mittwoch sind bereits 13.000 Karten verkauft. Hartberg bezog Samstag in der Qualifikationsgruppe daheim gegen Austria Klagenfurt im strömenden Regen auf schwerem Terrain mit 2:3 (1:1) nach 1:0-Führung die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen. Aus eigenem Verschulden wie Trainer Manfred Schmid feststellte. Mann des Spiels war Klagenfurts Dreifachtorschütze, David Tosehvski. Eine Woche nach seinem Debüt im Team Nordmazedoniens über 23 Minuten beim 3:0 in Liechtenstein sprach der 23 jährige im Sky-Interview von einem der besten Tage seines Lebens. Zuvor erzielte er bei 15 Einsätzen nur zwei Tore. Dennoch wollte ihn Pacult  nicht besonders herausstreichen: „Einer allein kann nicht gewinnen!“ Kein Tor und keinen Sieger gab es bei GAK – WSG Tirol. Kein großer Trainereffekt mit Ferdinand Feldhofer bei den Grazern, für die es im Finish bereits die zehnte rote Karte in dieser Saison gab. Thomas Schiestl bekam sie für den Griff in den Schritt. Aber immerhin liegt der GAK jetzt einen Punkt vor Altach.

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