Fußball

WM-Kader zeigt, wer bei Salzburg nicht mehr gefragt ist: Terzic, Capaldo, Clark

Mit der Teilnahme an der Klub-WM in den USA beherrscht Vizemeister Red Bull Salzburg in den nächsten  Wochen die österreichische Fußballszene. Auf jeden Fall bis zum dritten Gruppenspiel gegen Real Madrid am 27. Juli im Lincoln Park von Philadelphia, der mit 55.000 Zuschauern bereits ausverkauft ist. Mit 62 Mann, von denen 28 Spieler sind, fliegt Salzburg am Freitag nach Newark, den Flughafen in New Jersey. Wegen der Buchungslage nicht in einem Flugzeug: Ein Teil fliegt von Salzburg via Frankfurt über den großen Teich, der andere direkt von München. Für die WM wurde unter dem Motto „Sound of Salzburg“ in Zusammenarbeit mit Ausrüster Puma und dem US-Designer KidSuper ein neuer Dress entworfen. Geschäftsführer Stephan Reiter bezeichnet ihn als Kombination zwischen modernem Design und regionaler Verbundenheit.

Zu den 28 Spielern, die Trainer Thomas Letch nominierte, gehört mit Tormann Alexnder chlager auch ein verletzte Leader der Mannschaft. Keiner weiß, ob sein lädiertes Handgelenk einen Einsatz, zuläßt. Dennoch ist es wichtig, dass er dabei ist. Für die erste Spiele kann Letsch im Tor zwischen den  Talenten Christian Zwieschitzky und Salko Hamzic sowie den an Lyngby Kopenhagen verliehen gewesenen Deutschen  Jonas  Krumrey  wählen.  Zum Kader gehört mit dem dänischen Innenverteidiger Jacob Rasmussen, Stefan Lainer, Frans Kraetzig und  dem Japaner Soto Kitano vier Neuerwerbungen, zwei feiern ein Comeback: Der dänische Mittelfeldspieler Maurits Kjaergaard, der nach einer Sprunggelenkoperation seit Oktober nicht mehr spielen konnte und schwer abging sowie Moussa Yeo, der wegen eines verletzten Knies seit Anfang Mai pausierte. Mittelfeldspieler Soumalia Diabate war im Frühjahr an Blau Weiß Linz verliehen, bot dort starke Leistungen. Insgesamt acht aus der letzten Youth League-Mannschaft ghören zum WM-Kader: Die Torhüter Zwieschitzky und Hamzic, die Abwehrspieler John Mellberg, Tim Trummer und Jannick Schuster,  Mittelfeldspieler Valentin Sulzbacher, in der Offensive Edmund Baidoo und der 18 jährige Schweizer Enrique Aguilar.

Interessant ist auch, wer in Salzburg blieb. Das zeigt, mit dem Sportchef Rouven Schröder und Letsch offenbar nicht mehr planen: Überraschend mit Serbiens Teamverteidiger Aleksa Terzic, mit dem Argentinier Nicolas Capaldo und dem Engländer Bobby Clark. Der deutsche U 21-Teamspieler Hendry Blank fehlt wegen Adduktorenbeschwerden. Der 25 jährige Terzic hat einen Vertrag bis 2028. Könnte sein, dass er Transferpläne hat, die beim Argentinier Capaldo kein Geheimnis sind. Der 20 jährige Clark, auf Wunsch von Ex-Trainer Pepijn Lijnders, der künftig Assistent von Pep Guardiola bei Manchester City sein wird, von Liverpool um stolze 11,8 Millionen Euro geholt, war bisher ein einziges „Missverständnis.“

Alle Gruppengegner von Salzburg bei der WM haben neue Trainer: Bei mexikanischen Klub Pachuca heißt er Darwin Quintana, bei Al-Hilal aus Saudiarabien ist es Simone Inzaghi, der nach dem 0:5 im Champions League-Finale bei Inter Mailand aufhörte, bei Real Madrid Leverkusens Meistertrainer Xabi Alonso. Der Montag sein erstes Training leitete, bei dem David Alaba dabei war. Österreichs Teamkapitän trug einen Stützverband über dem operierten linken  Knie, machte das volle Programm mit, steht auch im Kader für die Klub-WM.

Foto: Red Bull Salzburg.

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