Fußball

Werder Bremens Sportchef sah, wie Salzburg Rapid den Meister zeigte

Titelverteidiger Red Bull Salzburg zeigte gleich beim intensiven Saisonstart  Rapid vor 24.200 Zuschauern im Hütteldorfer Allianz-Stadion Rapid ganz klar den Meister, gewann völlig verdient durch japanische Tore von Takumi Minamino (35.) und des im Finish eingewechselten Masaya Okugawa 2:0 (1:0), hätte auch höher siegen können. Das verfolgte auf der Tribüne auch Werder Bremens Sportchef Frank Baumann. War er wegen der Suche nach einem Nachfolger von Ex-Kapitän Max Kruse nach Wien gekommen? Wenn es um Rapids Nummer 10, Thomas Murg ging, dann sah er von ihm gute Szenen, ohne dass sich der Steirer wirklich aufdrängte, für seinen Kauf vier Millionen Euro in die Hand zu nehmen.  Die Salzburg-Legionäre, die auffällig agierten, wird Baumann nicht bekommen. Wie  den 19jährigen Norweger  Erling Haaland. Also leere Kilometer für Baumann? Unter den Zuschauern auch Teamchef Franco Foda als Gast in der Rapid-Loge sowie LASK.Trainer Valerien Ismael.

30,8 Grad hatte es beim Anpfiff um 20.45 Uhr am Spielfeld. Zu heiß, um ein aggressives Pressing zu spielen, fand Jesse Marsch nach dem ersten Sieg eines amerikanischen Trainers in der Bundesliga, zu dem ihm noch am Spielfeld die Salzburger Vorstände Christoph Freund und Stephan Reiter erleichtert gratulierten: „Nicht unser bestes Spiel, aber ein wichtiger und verdienter Sieg“, analysierte Marsch. Der eigentlich nur einmal in Gefahr kam: Als beim ersten Schuss des kurz davor gekommenen Christoph Knasmüllner zu Beginn der Rapid-Viertelstunde Zentimeter zum 1:1 fehlten. Aber ansonst fand Rapid keine Mittel, um Salzburg in Gefahr zu bringen.

„Der Teller gehört nach Hütteldorf“, stand vor Anpfiff auf einem Riesentransparent  im Rapid-Fansektor. Zuvor ehrte die grün-weiße Stimme Andy Marek die Legende Franz Hasil zwei Tage vor seinem 75.Geburtstag. Einen kreativen  Spieler wie  er früher war, hätte Rapid dringend notwendig. Die Idee, es vor allem mit hohen Böllen auf Aliou Badji zu probieren, ging nicht auf. In Salzbrugs Abwehrzentrum standen mit Andre Ramalho und Jerome Onguene zwei, die wissen, wie man sich bei hohen Böllen zu verhalten hat. Zu gefährlichen Szenen kam Badji erst nach der Pause. Aber kurz darauf wurde er ausgewechselt.

Salzburg war die Mannschaft,die den Ball viel besser zirkulieren ließ, die auch an vorderster Front mit Haaland (Bild oben) die wirkungsvollste Waffe hatte. Das zeigt sich beim Führungstor, als er zunächst Srdjan Grahovac den Ball abnahm, den Mert Müldür umkurvte, ehe er Minamino den Ball ideal in die Gasse spielte. Der Japaner vollendete am herausstürzenden Richard Strebinger vorbei, traf beim Versuch, Rapids Tormann zu überspringen, ihn mit dem Knie voll im Gesicht. Die erste Runde endete für Strebinger mit Gehirnerschütterung im Spital. Tobias Knoflach musste ihn ersetzen.

Im dritten Duell dieser Saison war Rapid am weitesten von Salzburg entfernt. Das gibt zu denken, lässt den Eindruck zurück, dass sich an den Kräfteverhältnissen wenig im Vergleich zur letzten Saison geändert hat. Die Steigerung in Grün-Weiß mit dem neuen System war nicht zu erkennen. Dies wird auch Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic nachdenklich gestimmt haben, das das Match auf der Tribüne neben Talentemanager Steffen Hofmann verfolgte: „Die neuen Spieler, die bei Salzburg reinkamen, haben mehr Tempo als ihre Vorgänger“, erkannte Rapids Trainer Didi Kühbauer,  „darum war es für uns sogar eher schwerer als zuletzt.“

Rapids Neue? Der aggressive Max Ullmann kam beim Debüt nach nur drei Tagen Training selten zu gefährlichen Vorstößen über links. Über rechts kamen von Thorsten Schick auch wenig Impulse, Taxiarchis Fountas blieb als zweite Spitze wirkungslos. Das sah nicht gut aus. Die Ahänger verließen wohl in der Gewissheit das Stadion, den Teller auch diese Saison nicht nach Hütteldorf „geliefert“ zu bekommen.

 

Foto: SK Rapid/GEPA.

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