Fußball

Wie fit ist Salzburg? 15.000 Karten für Rapid-Endspiel verkauft

Knapp 70 Kilometer trennen Pasching und Ried. Die werden Mittwoch zum Mittelpunkt der heimischen Fußballszene: Zunächst  ab 18 Uhr Ried mit dem Semifinale im Uniqa-Cup gegen Hartberg. Im ORF 1 wird live zu sehen, wer sich als Erster für das Endspiel am 1. Mai in Klagenfurt qualifiziert. „Motivation ist genug da, daheim können wir jeden Gegner schlagen“, prophezeite Rieds Trainer Robert Ibertsberger. In der Bundesliga schlug Ried im November Hartberg daheim durch ein Tor von Ante Bajic 1:0.

Zweieinhalb Stunden später ist in der mit 6400 Zuschauer ausverkauften Raiffeisen-Arena in Pasching Anpfiff zum Nachtragsspiel zwischen dem LASK und Tabellenführer Red Bull Salzburg, live zu sehen bei Sky Austria.  Die Linzer brauchen einen Sieg, um noch eine Chance auf den Vorstoß in die Meisterrunde zu haben. Allerdings gelang ihnen dies in den letzten sieben Duellen gegen Österreichs Topklub nicht. Die Salzburg-Bilanz der ersten 20 Runden mit 51 Punkten schaffte vor Matthias Jaissle, ken anderen Trainer. Aber die große Frage wird sechs Tage vor dem Retourspiel gegen Bayern München im Achtelfinale der Champions League heißen: Wie fit ist der Meister nach dem Corona-Cluster, wegen dem das Siel von Sonntag auf Mittwoch verlegt werden musste, wie viel Substanz haben die 19 positiven Fälle unter den Spielern gekostet? Von einem milden Verlauf konnte bei einigen, die sich inzwischen frei getestet haben,  keine Rede sein. Die hatte es schwerer erwischt. Abwehrchef Max Wöber gehörte dazu. Daher war in den letzten Tagen das Training nur in sehr kleinen Gruppen möglich, ebenso gab es Einschränkungen bei der Behandlung der verletzten oder angeschlagenen Spieler.

Salzurg meldete sich bereits am Montag spielfähig: „Optimal waren die letzten Tage nicht“, gab Jaissle zu, „aber statt zu jammer, suchen wir nach kreativen Lösungen!“ Alles verraten die Salzburger nicht, auf jeden Fall fehlen Sekou Koita, der sechs Monate nach der Knieoperation noch immer in der Reha ist, der ab Malaria erkrankte Jerome Onguene sowie Noah Okafor und Benjamin Sesko wegen Muskelverletzungen. Somit würde die Besetzung im Angriff mit Karim Adeyemi und Junior Adamu (Bild oben) von selbst ergeben, soferne beide bei Kräften sind. Bei Bayern bessert sich die Personalsituation: Tormann Manuel Neuer soll Samstag im Schlager gegen den Dritten Bayer Leverkusen sozusagen ein Blitz-Comeback nach der Knieoperation feiern, Thomas Müller steht nach seiner zweiten Corona-Erkrankung seit Montag voll im Training.

Für die letzte Runde des Grunddurchgangs am Sonntag zeichnet sich in Wien Massenbesuch ab. Bereits Dienstag waren für Rapids Endspiel um einen Platz unter den ersten sechs gegen den Vierten Austria Klagenfurt 15.000 Karten verkauft. Offenbar sind die Rapid-Fans durch das 2:0 in Innsbruck gegen WSG Tirol etwas versöhnt. Oder die Rückkehr des letzten Rapid-Meistertrainers Peter Pacult nach Hütteldorf füllt die Ränge.  Zwei Tage vorher liefern sich die Trainer der Wiener Erzrivalen ein Fernduell in Sachen Pressekonferenz: Ab 11.30 spricht Ferdinand Feldhofer über Rapids Chancen, eine halbe Stunde später der für Austrias Endspiel bei der Admira gesperrte Manfred Schmid.

Foto: Red Bull Salzburg.

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