Der Trainerwechsel bei Union Berlin war nicht gut für die Chancen von Leopold Querfeld in Österreichs WM-Kader zu kommen: Bei Steffen Baumgart spielt er immer durch bei der Nachfolgerin Marie-Louise Eta zweimal nicht. Sonntag feierte die 34 jährige in ihrem vierten Spiel den historischen ersten Sieg einer Trainerin in der deutschen Bundesliga. Beim 3:1 (1:1) in Mainz entschieden späte Tore in der 88. und 91. Minute, bei der 2:1-Führung rutschte Österreichs WM-Fixstarter Stefan Posch weg. Auch Philipp Mwene spielte durch. Diesmal war die Umstellung des Systems von Fünfer- auf Viererabwehr die Begründung für Querfelds Reservistenrolle. Bitter für den Ex-Rapidler. Freiburg verpasste mit dem 2:3 (1:1) beim Hamburger SV, bei dem Philip Lienhart in der 68. Minute bei 1:3 eingewechselt wurde, den Europacupplatz zu fixieren. Auf den haben dadurch auch Eintracht Frankfurt und Augsburg mit Michael Gregoritsch Chancen.
Historisch war nicht nur der Union-Sieg. Die Bundesliga steht vor einem historischen Abstiegsfinale: Denn erstmals sind in der letzten Runde drei Mannschaften am Tabellenende punktgleich. Zu Wolfsburg und St. Pauli kam Sonntag der bisherige Letzte Heidenheim durch seinen ersten Auswärtssieg seit über einem halben Jahr, dem 3:1 (2:1) beim 1. FC Köln, dazu. Patrick Wimmer hat mit Wolfsburg den kleinen Vorteil der jeweils um drei Treffer besseren Tordifferenz. St. Pauli und Wolfsburg treffen im direkten Duell am Hamburger Millerntor aufeinander, Heidenheim empfängt Mainz. Noch zu Ostern galt Heidenheim praktisch als Fixabsteiger, aber es folgte die unerwartete Aufholjagd. Der 52 jährige Frank Schmidt (Bild) ist seit 19 Jahren Trainer, zuvor war er vier Jahre Spieler. Mit ihm marschierte Heidenheim von der Regionalliga in die Bundesliga, kam 2024, ein Jahr nach dem Aufstieg, in die Conference League. In der aktiven Zeit war er 1997/98 auch in Österreichs zweiter Liga tätig. Im Herbst 1997 als Stürmer beim Wiener Sportklub, im Frühjahr 1998 bei der Vienna. Das Finale gegen Mainz wird Samstag sein 746. Spiel als Heidenheim-Trainer. Gelingt in dem das Wunder? Sein Punkteschnitt steht bei 1,80.
In Englands Premier League verteidigte Champions-League-Finalist Arsenal mit einem 1:0 (0:0) im Londoner Derby bei Abstiegskandidat West Ham die Tabellenführung und den Fünfpunkte-Vorsprung auf Manchester City mit einem Spiel mehr. Das goldene Tor fiel erst in der 83. Minute durch den belgischen Teamspieler Leonardo Trossard. Oliver Glasner kam drei Tage nach dem Einzug ins Finale der Conference League im Selhurst Park gegen Everton zu einem 2:2 (1:1). Mittwoch gastiert Glasner mit den „Eagles“ zum Nachtragsspiel bei Manchester City, könnte „Schiedsrichter“ im Titelduell sein. Arsenals Sieg würde im Abstiegskampf auch Kevin Danso mit Tottenham geholfen haben, wenn Montag ein Heimsieg gegen Leeds gelingt. Dann hätte Tottenham vor den letzten zwei Runden vier Punkte Vorsprung auf West Ham.
In Spaniens La Liga fixierte der FC Barcelona mit seinem deutschen Trainer Hansi Flick im „Clasico“ auch theoretisch die Titelverteidigung, damit den 29. Titel. 2:0 stand es im Nou Camp schon nach 18 Minuten durch Tore von Marcus Rashford und Ferran Torres, dabei blieb es. Barcelona hat 14 Punkte Vorsprung auf Real. Österreichs Teamkapitän David Alaba kam bei Real Madrid nicht zum Einsatz.
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