Fußball

„Wir bleiben da“: Österreichs Frauen träumen ihren Traum

Zum zweiten Mal nach 2017 in Holland erreichte Österreichs Frauenteam die k.o.-Phase der Europameisterschaft. Es lebt weiter seinen Traum. Nach dem 1:0 (1:0) gegen Norwegen vor 12.667 Zuschauern in Brighton saßen die Frauen jubelnd am Rasen und riefen in die TV-Kameras: „Wir bleiben da, wir bleiben da!“ Für das Viertelfinale gegen Favorit Deutschland am Donnerstag im Westen von London, in Brentford. Wie nach dem 2:0 gegen Nordirland am Montag crashten die Siegerinnen nachher die Pressekonferenz der Teamchefin.  „Es war bis jetzt eine wunderbare Reise“, versicherte Irene Fuhrmann. Alles, was noch kommt, ist Belohnung und Zugabe. Zweimal hintereinander die Vorrunde überstanden, damit übertraf die Frauen Österreichs Herren. Die schafften das 2016 nicht, nur vor einem Jahr. So wie jetzt die Frauen mit zwei Siegen und einer Niederlage. Das reichte für sie schon für die letzten acht,  da es zum Unterschied von den Herren kein Achtelfinale gibt. Die Schiedsrichterin aus der Ukraine, Kataryna Monzul, pfiff letztes Jahr ein WM-Qualifikationsspiel von Österreichs Herren. Das 3:1 (3:1) gegen die Färöer-Inseln am 28. März 2021 im Happel-Stadion unter Ausschluss er Öffentlichkeit.

Nicole Billa, die 26 jöhrige Tirolerin, köpfte nach einer Flanke von Verena Henshaw, die Österreicherinnen ins große Glück. Ihr 44. Tor im Teamtrikot, ihr erstes bei einer Europameisterschaft, das sie euphorisch feierte (Bild oben). Sie fand für ihre Gefühle nachher nur ein Wort, nämlich geil. Es war zugleich eine Kombination von Legionärinnen aus Deutschland. Die Flanke kam von Eintracht Frankfurt, für das goldene Tor sorgte Hoffenheim. Insgesamt 13 aus dem Aufgebot sind in Deutschland engagiert, kennen ihre Viertefinal-Gegnerinnen genau. Es wird in Brentford zu einigen Klubduellen von Eintracht Frankfurt (Henshaw, Barbara Dunst, Laure Feiersinger, die gegen Norwegen die Latte traf, Virginia Kirchberger) und Bayern München (Sarah Zadrazil) kommen.

Fuhrmanns Team dominierte die ersten Hälfte, lieferte im Finish ein Rückzugsfecht. Das „Frauen-Catenaccio“ hielt. Auch dank der Torfrau. Manuela Zinsberger kassierte in den drei Gruppenspielen nur einen Treffer, in ihren bisherigen acht Partien bei der EM-Endrunde nur zwei aus dem Spiel. Sensationell, was die 26 jährige Niederösterreicherin alles leistet. Da fiel ihr im ORF-Interview nur der Refrain eines Megahits von Wolfgang Ambros ein: „Zwickt´s mi, i man, i tram!“ Fuhrmann sah für das Viertelfinale in Deutschland eine Übermacht, die derzeit auch super performt. Zinsberger nahm das so nicht zur Kenntnis: „Unterschätzt die Österreicherinnen nicht!“

Foto: UEFA.

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