Fußball

Alaba gegen Lewandowski beim ersten Clasico in Las Vegas

Der Transferpoker um Robert Lewandowski ist vorbei. In der Nacht auf Samstag kam es kurz nach Mitternacht zur Einigung zwischen Bayern München und dem FC Barcelona. Bayern bekommt für die Freigabe des Goalgetters 45 Millionen Euro plus fünf Millionen Boni. Kein schlechtes Geschäft bei einem 33 jährigen, dessen Vertrag nur noch ein Jahr gelaufen wäre. Damit zog Vorstandschef Oliver Kahn sein „Basta“ zum Wechsel des Weltfußballers zurück. Der Pole trainiert Samstag Vormittag zum letzten Mal mit Bayern, flog am Nachmittag nach Barcelona. Dort bekommt er einen Vertrag bis 2026. Bleibt die Frage, wie ein in Milliardenhöhe verschuldeter Klub das alles finanzieren kann. Denn wenige Stunden vor Lewandowski machte Barcelona auch den Kauf des Brasilianers Raphinha von Leeds, dem Klub von Ex-Salzburg-Trainer Jesse Marsch, perfekt. Die Ablöse für den Kreativspieler beträgt 58 Millionen, also mehr als die von Lewandowski. Allein an Ablösen gab Barcelona 108 Millionen Euro aus. Dazu kommen noch die Topgagen für die neuen Stars. Bei Bayern verdient Lewandowski 24 Millionen pro Saison, bei Barcelona soll er sich mit sechs weniger „begnügen“. Zum Vertrag von Raphinha bis 2027 gehört eine astronomische Ausstiegsklausel. Um eine Milliarde Euro!

Lewandowskis Wechsel macht es möglich, dass es in einer Woche, am 24. Juli, in Las Vegas, zum Duell zwischen Lewandowski und Österreichs Topstar David Alaba kommt. Beim ersten El Clasico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona in der Wüste von Nevada treffen die zwei nach sieben gemeinsamen erfolgreichen Jahren im Bayern-Dress aufeinander. Der israelische Berater Pini Zahavi mischte sowohl bei Transfer von Alaba als auch bei dem von Lewandowski mit. Barcelona hält ab Montag in Miami Beach ein Trainingslager ab, Alaba fliegt mit Real Madrid Montag in die USA. Seit letzten Mittwoch steht er in der Vorbereitung, musste sein Dienstauto wechseln. Von Audi zu BMW, den neuen Autopartner von Real. Mit seinen Elektromodellen.

Real Madrid wird laut Trainer Carlo Ancelotti nach dem 80 Millionen-Kauf Aurelio Tchouameni von Monaco und dem von Chelsea gekommenen deutschen Innenverteidiger Antonio Rüdiger keinen Neuen mehr holen. Damit haben in Real-Kreisen Diskussionen begonnen, wie die neue Vierabwehr aussehen wird. Alaba und Rechtsverteidiger Dani Carvajal sind gesetzt, bei Alaba geht es um die Position. Im Zentrum oder als Linksverteidiger? Das kommt darauf an, ob Ancelotti eher auf den französischen Linksverteidiger Ferland Mendy oder den brasilianischen Innenverteidiger Eder Militao verzichtet. Real spielt in den USA noch in San Francisco gegen den mexikanischen Club America und in Los Angeles gegen Juventus. Die La Liga beginnt am 14. August für Real mit dem Auswärtsspiel gegen Almeria. Vier Tage zuvor gibt es das erste neue Saison-Highlight: Champions League-Sieger Real Madrid kämpft in Helsinki gegen Europa League-Gewinner Eintracht Frankfurt um den europäischen Supercup. Auch dabei trifft Alaba auf einen Bekannten aus  Bayern-Zeiten, auf Oliver Glasners neuen Star Mario Götze. Der Freitag zum Abschluss des Trainingslagers in Windischgarsten beim 2:1 gegen Torino nicht nur Glasner überzeugen konnte.

Foto: Real Madrid.

1

Meist gelesen

Nach oben

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen