Fußball

Wolfsburg schickt St.Pölten neuen Manager: Jan Schlaudraff

2021 ist für St. Pölten ein ganz schlechtes Jahr. Daran wird sich nichts mehr ändern. Zunächst der unnötige Abstieg in die zweite Liga, begleitet von unglücklichen Personalentscheidungen wie der Trennung von Trainer Robert Ibertsberger, dann schlimmer Fehlstart in die zweite Liga. Der Favorit mit dem höchsten Budget liegt nach zehn Runden mit 17 Punkten Rückstand auf Austria Lustenau nur auf Rang elf, ist damit praktisch aus dem Rennen um den Aufstieg, obwohl nach 20 Runden ausständig sind. Das führte  zu Konsequenzen: General Manager Andreas Blumauer kündigte nach offizieller Version Ende September, beendet seine Tätigkeit nach sieben Jahren Ende Dezember, wird seinem Nachfolger, falls gewünscht, bis März beratend zur Seite stehen.

Der Nachfolger ist bereits in deutschen Medien zu lesen. Ihn soll Red Bull Salzburgs nächster Champions League-Gegner Wofsfburg in die niederösterreichische Landeshauptstadt schicken. Mit dem VW-Werksklub schloss St. Pölten im Frühjahr eine Kooperationsvertrag bis 2025 ab, der groß gefeiert  wurde. Im Zuge dessen gehören derzeit drei Talente aus Wolfsburgs U 19 zu St. Pöltens Kader, Nämlich Tormann Lino Kasten sowie die Stürmer Ulysses Llanez, ein Amerikaner und Yoon-Sang Hong, ein Südkoreaner. Kasten löste das St.Pöltener Urgestein, Kapitän Christoph Riegler, als Nummer eins ab. Jetzt soll St.Pölten offenbar nicht nur eine Ausbildungsstätte für Talente, sondern auch für Führungskräfte sein. Für den 38 jährigen Jan Schlaudraff (Bild oben), in dem Wolfsburgs Sportchef Jörg Schmadtke ein Versprechen für die Zukunft sieht.

Schlaudraff war sechseinhalb Monate Sportchef beim deutschen Zweitligisten Hannover 96, wurde dort von Boss Martin Kind am 16. Jänner 2020, zweieinhalb Jahre vor Vertragsende entlassen. Schlaudraff ging zu Gericht, Montag gab es einen Tag vor der angesetzten Verhandlung eine Einigung. Hannover zahlte Schlaudraff  aus, das brachte ihm 750.000 Euro ein. Damit ist er frei für einen neuen Job. Er soll bereits zum Lokalaugenschein in St. Pölten gewesen sein. Dort kennt er einen besonders gut, nämlich Trainer Emanuel Pogatetz. Mit dem spielte er von 2010 bis 2012 bei Hannover 96. Der Sportchef hieß damals Schmadtke. Und so schließt sich der Kreis.

St. Pölten gab Donnerstag die Trennung von Blaumauer bekannt, aber nicht seinen Nachfolger. Wahrscheinlich sind nicht alle mit Schmadtkes Wunsch, Schlaudraff zu inthronisieren, einverstanden. Im Gespräch soll auch Martin Scherb, derzeit Chef der Talenteförderung Nachwuchsteamchef im ÖFB, mit der U 19 in die Eliterunde der EM-Qualifikation aufgestiegen, sein. Scherb war von 2007 bis 2013 Trainer bei St. Pölten, in der Zeit gelang der Aufstieg von der Regionalliga Ost in die zweite Liga.

 

Foto: transfermarkt.de.

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