Fußball

1300 Fans bei Adi Hütters erstem Training: „Eine schöne Atmosphäre!“

Samstag leitete Adi Hütter erstmals ein Training bei Borussia Mönchengladbach. An seiner Seite als Assistent wie zuvor bei Young Boys Bern und Eintracht Frankfurt Landsmann Christian Peintinger. 1300 Fans, die sich vorher online registrierten, durften zuschauen. Darunter der Franzose Marcus Thuram, obwohl er wie alle EM-Spieler noch einen dreiwöchigen Urlaub haben. Hütter sprach von einer schönen Atmosphäre, fand es toll, wieder Zuschauer erleben zu dürfen.  Österreichischer Spieler war unter den 22, die trainierten, zu denen auch der an Austria verliehen gewesene dänische Verteidiger Andreas Poulsen gehörte, mit Hannes Wolf nur einer dabei. Stefan Lainer hat nach der Europameisterschaft ebenso Pause wie die Schweizer EM-Helden Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und Breel Embolo. Sie sollen zwischen 17. und 24. Juli ins Trainingslager kommen. Ob Valentino Lazaro nochmals ein Mönchengladbach-Spieler wird, steht noch in den Sternen.

Einen Tag zuvor bei der offiziellen Präsentation mit Sportchef Max Eberl wirkte Hütter gut vorbereitet  auf den neuen Job. Skizzierte die Ziele: Mit dem hochinteressanten Mannschaft begeisternden und attraktiven Fußball spielen, die Qualifikation für einen internationalen Bewerb schaffen. Die Mönchengladbach letzte Saison knapp verpasste, was Hütter seinen Beginn etwas erleichtert. Zum Bundesligastart empfängt Mönchengladbach im offiziellen Eröffnungsspiel am 13. August Meister Bayern mit seinem neuen Trainer Julian Nagelsmann. Dann folgen zwei Auswärtspartien gegen Leverkusen im Rheinderby und Union Berlin. Auf Bayern trifft Gladbach auch schon zwei Wochen zuvor in der Vorbereitung am 28. Juli in der Münchener Allianz-Arena.

Von  Vorgänger Marco Rose holte er via Telefon einige für ihn wichtige Informationen ein, hörte nur gute Dinge: „Wir schätzen uns!“ Hütter wohnt vorerst in der ersten Etage des H4-Hotels direkt neben der Gladbacher Arena. Dort gibt es Gladbach pur: Blick zum Stadion, Borussia-Raute auf den Polstern, grüne Wände. Die kurzen Wege sind ein Vorteil. Bis zu seinem neuen Trainerbüro hat er gerade 50 Meter. Der Raum ist für Hütter immer einer der wichtigsten. Dort legt er in vielen persönlichen Vieraugen-Gesprächen die Basis für Erfolg und Zusammenhalt, will die Spieler möglichst genau kennenlernen. Auch als Menschen. Wie sie privat ticken, was sie interessiert, ob sie im Alltag Verantwortung übernehmen. Das dient Hütter dazu, um seine Spieler möglichst gut einschätzen zu können, um zu erkennen, wer gestreichelt werden muss oder eher einen Tritt in den Hintern braucht. Bei Wolf weiß er das noch nicht, glaubt aber eher an Variante zwei.

Egal ob Grödig, Salzburg, Bern oder Frankfurt – auf allen Stationen schaffte es Hütter, auf diese Art die Mannschaft hinter sich und seine Ideen zu bringen, um Krisensituationen gemeinsam zu bewältigen. Mit Führungsspielern redet Hütter mehrmals im Monat, nimmt sich dafür bis zu einer Stunde Zeit. So wird es auch bei Mönchengladbach sein. Um ein stabiles Gerüst zu bilden, an dem sich alle anderen orientieren können. Anzunehmen, dass bei Gladbach Kapitän Sommer, Elvedi und Christoph Kramer, der 30 jährige Weltmeister von 2014, dazu gehören werden. Und auch Lainer, mit dessen Vater Leo Hütter zusammen bei Austria Salzburg gespielt hat.

Foto: Borussia Mönchengladbach.

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