Fußball

Zuerst Wunschstürmer Kalajdzic, am Ende der Terminplan: Die größten Gefahren für Rapid

Rapids Niederlage im Finale des Uniqa-Cups gegen Salzburg brachte auch noch den Zweiten der Qualifikationsgruppe ins Spiel um die Mini-Chance, das Europa League-Play-off zu schaffen. Nur eine Mini-Chance. Aber nicht, weil der Fünfte der Meistergruppe, egal ob Wolfsberg, Sturm Graz, Austria oder St.Pölten so übermächtig wäre. Sondern durch den Terminplan der Bundesliga, der extrem unfair für den Klub aus der Qualifikationsgruppe ist, der auf den Füfnten von oben trifft. Keine Spur von gleichen Bedingungen. Sondern in Wahrheit nur Nachteile. Dass der Fünfte der Meistergruppe nach seinem letzten Spiel am 26.Mai aussuchen kann, ob er beim Hinspiel im Play-off den Heimvorteil hat oder nicht, ist zu tolerieren. Kann man als „Belohnung“ dafür sehen, nach 22 Runden unter den ersten sechs gelandet zu sein. Aber alles darüber hinaus, müsste  zu einem Proteststurm der Vereine führen, die das betreffen könnte, Von Rapid, Mattersburg oder Altach. Aber alle Klubs haben dem Plan schon vor Monaten zugestimmt. Ob sie das jetzt auch noch tun würden?

Der Wahnsinn: Die letzte Runde der Qualifikationsgruppe steigt am 25. Mai. Das Duell zwischen dem Ersten und Zweiten drei Tage später am Dienstag, den 28.Mai. Für den Sieger ist der Anpfiff zum Hinspiel im Play-off  aber bereits 46 Stunden später. Unfair zur Potenz. Der Fünfte der Meistergruppe hat drei Tage Zeit, sich darauf vorzubereiten, der Gegner nicht einmal ganze zwei.  Das zweite Match ist für drei Tage später, für Sonntag, den 2. Juni, angesetzt.  Das heißt, die Mannschaft aus der Qualifikationsgruppe hat von der letzten Runde bis zum zweiten Match im Play-off vier Spiele in neun Tagen. Das ist normal nur für ein Spitzenteam aus einer europäischen Topliga mit einem Luxuskader zu verkraften und zu schaffen. Kritik kam schon von Mattersburgs Trainer Klaus Schmidt, der die Verlegung des Play-off. Auftakts auf Freitag, den 31. Mai, forderte. Das Argument der Liga von Terminzwängen, da der 29. Mai und 1. Juni für die Endspiele von Europa und Champions League gesperrt sind, die Spieler danach ab 3. Juni den Nationalteams zur Vorbereitung auf die Qualifikation für die Europameisterschaft zur Verfügung stehen müssen, zieht nicht. Keiner der betreffenden Mannschaften hatte zuletzt einen Stammspieler bei einer Nationalmannschaft. Etwas anders sieht es bei der U 21 von Werner Gregoritsch aus, bei der am 3. Juni in Bad Tatzmannsdorf das Trainingslager vor der EM-Endrunde  beginnt. Aber da könnte man bei einigermaßen gutem Willen den ein oder anderen Kompromiss finden.

Das Termin-Damoklesschwert schwebt sozusagen als letzte Gefahr über der Qualifikationsgruppe vor den letzten vier Runden, in die Rapid mit zwei Punkten Vorsprung auf Mattersburg und sechs auf Altach geht.  Da gilt es wirklich, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, wie es Rapid-Trainer Didi Kühbauer noch in Klagenfurt forderte. Beginnend mit dem Samstag-Spiel in der Südstadt gegen seinen Ex-Klub Admira. Gegen den Rapid zuletzt vier Siege in Folge feiern konnte, die letzten drei ohne Gegentor. Viermal hintereinander die Südstädter zu bezwingen, ohne dabei einen Treffer zu kassieren, schaffte Rapid in der Klubgeschichte zuvor noch nie. Wäre eine besonder Herausforderung. Speziell bei der aktuellen Form von Richard Strebinger. Zudem ist die Admira ein Spezialist in Sachen Tore nach Standards. So gelangen bereits 18 der insgesamt 33, also mehr als die Hälfte. Da hilft auch der Zweimeter-„Riese“ Sasa Kalajdzic (Bild oben), Rapids Wunschstürmer. Im Winter scheiterten der Transfer an den Bonizahlungen, die Admiras Manager Amir Shapourzadeh forderte. Im Sommer wird  der 21jährige aber noch teurer und für Grün-Weiß noch schwerer zu leisten sein. Die Bilanz seiner neun Einsätze in diesem Jahr nach seinem Verletzungspech: Fünf Tore und drei Assists. Bei Admiras letztem 0:3 in Hütteldorf war er gesperrt. Samstag ist er die erste Gefahr für Rapid.

„Wir dürfen nicht in der Vergangenheit verweilen, müssen sofort präsent sein, ein hohes Tempo gehen. Sonst wird das nichts“, wusste Kühbauer. 55 Kilometer von der Südstdt entfernt steigt das Duell der Rapid-Verfolger zwischen Mattersburg und Altach. Und im Insnbrucker Tivoli könnte eine Vorentscheidung im Abstiegskampf beim Kellerduell zwischen dem Schlusslicht Wacker Innsbruck und Hartberg fallen.

r.

 

Foto: © Flyeralarm Admira Media .

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