Fußball

Zum Auftakt gegen Wolfsberg-Bomber: Kein freier Tag für Alaba bis März

Erstes Spiel für David Alaba mit Spaniens Meister Real Madrid seit dem 2:1 gegen Cadiz am 10. November oder nach langen 51 Tagen WM-Pause in Spaniens La Liga beim Tabellenzwölften Valladolid: Das ist für Österreichs Sportler des Jahres zugleich der Auftakt eines Monsterprogramms mit keinem freien Tag bis März, wie sein Trainer Carlo Ancelotti ankündigte. Weil auf Alaba nicht nur die La Liga und das Achtelfinale in der Champions League gegen den FC Liverpool warten, sondern am 11. Jänner in Saudiarabien das Miniturnier um die spanische Supercopa, einen Monat später als regierender Titelträger in Europas Königsklasse auch die Klub-WM in Marokko. Dennoch lehnte Ancelotti ab, durch Winterkäufe nachzurüsten: „Unser Kader ist besser als vor einem Jahr, sicher gut genug!“

Trotzdem hat Real Madrid zwei Punkte Rückstand auf den FC Barcelona, der letzten Sommer trotz 1,35 Milliarden Euro Schuldenlast mit sieben Neuen, allen voran Robert Lewandowski groß aufrüstete, ohne deshalb den Aufstieg ins Achtelfinale der Champions League zu schaffen.  Bei 24 ausstehenden Runden bedeutet Barcelonas Vorsprung noch keinen Grund für Hektik beim Titelverteidiger. Real sicherte sich im Winter um 35 Millionen Euro das 16 jährige brasilianische Supertalent Endrick, das erst ab 2024 in Madrid spielen wird. Ansonst sah Ancelotti keinen Handlungsbedarf. Zumal Real Madrid mit dem belgischen Torhüter Thibault Curtois, Eder Militao bei Brasilien, Antonio Rüdiger bei Deutschland. Luka Modric bei Kroatien, Eduardo Camavinga und Aurelien Tchouameni bei Vizeweltmeister Frankreich, Fede Valverde bei Uruguay, Marcos Asensio bei Spanien und Vinicius Junior bei Brasilien fünf Stars weniger im WM-Einsatz hatte als Barcelona mit den Spaniern Jordi Alba, Balde, Sergio Busqets, Pedri, Gavi, Ferran Torres und Ansu Fati, Ronald Araujo bei Uruguay, Andreas Christensen bei Dänemark, Jules Kounde und Ousmane Dembele bei Frankreich, Memphis Depay und Frenkie de Jong bei Holland, Raphinha bei Brasilien sowie Lewandowski bei Polen. Real könnte etwas frischer sein.

Hat zudem Torjäger Karim Benzema wieder zur Verfügung, der bei der WM wegen einer Oberschenkelverletzung ausfiel, seit 10. Dezember wieder bei Real trainiert, laut Ancelotti sehr motiviert wirkt. Zum Auftakt des Monsterprogramms bekommt es Alaba bei Valladolid, dem Klub, bei dem Ronaldo, Brasiliens Weltmeister von 2002, Besitzer und Präsident ist, mit einem ehemaligen Wolfsberg-Bomber zu tun. Mit dem  26 jährigen Israeli Shon Weissman (Bild oben), der vor zwei Jahren nach 30 Toren in 31 Pflichtspielen für die Kärntner als Torschützenkönig der österreichischen Bundesliga nach Spanien gewechselt war. Für „nur“ vier Millionen Euro Ablöse. Weissmans Torquote in der La Liga ist weit geringer als bei Wolfsberg: Vor der WM-Pause in 11 Spielen nur einmal getroffen.

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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