Viennas Präsident Kurt Svoboda macht seit Jahren kein Hehl daraus, dass Österreichs ältester Fußballklub 2026 in die Bundesliga zurückkehren soll. Aber auch andere Klubs haben in der nächsten Saison Aufstiegsambitionen. Speziell die Admira, bei der Ralph Muhr als Nachfolger von Peter Stöger als Sportdirektor den Kader neu aufstellt, mit Trainer Thomas Silberberger, Kapfenberg und St. Pölten, die letzte Saison vor der Vienna landeten oder auch Austria Lustenau. Die Vienna bekam heuer ja erstmals wieder die Bundesligalizenz, aber als Fünfter kann man nicht aufsteigen. Darum wird aufgerüstet. Einerseits mit bundesligaerfahrenen Routiniers über 30 wie Marco Djuricin oder Osarenren Okungbowa, andererseits mit dem eignen Nachwuchs, der forciert wird. Wie vier Profiverträge zeigten, die Spieler unter 20 von Sportchef Andreas Ivanschitz bekamen (Bild). Einer der Vorreiter der jungen Welle in Blau-Gelb ist der 19 jährige Rechtsverteidiger Kelechi Nnamdi, der letzte Saison trotz eines leichten Durchhängers 23 Spiele in der zweien Liga absolvierte. Der Durchhänger hatte auch einen speziellen Grund: Die Vorbereitung auf die Matura, die er inzwischen erfolgreich bestand.
Das schaffte auch einer aus dem Quartett der vier Youngsters: Innenverteidiger Santino Pistrol, dessen Vater Markus von 1998 bis 2001 ebenfalls bei der Vienna gespielt hatte, danach bei DSV Leoben, LASK und dem Wiener Sportclub, ebenfalls Abwehrspieler war. Vor eineinhab Jahren war Pistrol in seiner Zeit beim Sportclub nahe daran, aus Frust seine Karriere zu beenden. Musste erst überzeugt werden, dass es Wahnsinn wäre, sein Potenzial wegzuwerfen. Das Talent des 17 jährigen wird mit dem des jungen Max Wöber verglichen, als er bei Rapid in die erste Mannschaft kam. Pistrol kam über Hellas Kagran zur Vienna, absolvierte 22 Partien in der Wiener Stadtliga, in der Viennas Amateure Platz zwei belegten. Man traut ihm den Sprung in die Zweitligamannschaft bereit zu.
Ebenso dem 19 jährigen Stürmer Louis Birkhahn, der eine Rapid-Vergangenheit hat, auch im Probetraining beim 1. FC Köln einen guten Eindruck hinterließ, aber überraschend nicht verpflichtet wurde. Seine Bilanz in der Stadtliga: 15 Tore und elf Assists in 24 Partien. Der 18 jährige zentrale Mittelfeldspieler Felix Nagele gilt als Teamplayer mit Spielverständnis und Übersicht, gehörte letzte Saison schon zum Zweitligakader. Auch der 17 jährige Tormann Moritz Troindl, der früher bei Rapid spielte, machte auf sich aufmerksam.
Foto: First Vienna FC.