Fußball

Vienna auf Kurs – aber nur die Kulisse erinnerte an die Bundesliga

Auch Josef Pröll, der Aufsichtsratsvorsitzendes ÖFB gab in Begleitung von Geschäftsführer Bernhard Neuhold, dem Tradiionsduell der zweiten Liga zwischen der Vienna und Austria Salzburg auf der ausverkauften Nataurarena Hohe Warte die Ehre. Mit 4526 Zuschauern sahen sogar 26 mehr, als die Polizei erlaubte, Viennas 3:0 (2:0) gegen den Aufsteiger. Auch Ligavorstand Christian Ebenbauer saß auf der Tribüne, Ex-Teamspieler Peter Artner ließ sich das Aufeinandertreffen seiner Ex-Klubs nicht entgehen. Bei der Vienna kam seine Kariere in Schwung, bei Austria Salzburg erlebte er die  besten Zeiten. Jetzt kämpft Austria Salzburg gegen den Abstiegaus der zweiten Liga. Das wissen alle. Umso beeindruckender die Fans: Rund 1500 begleiteten die Mannschaft nach Döbling, waren lauter zu hören als die „Vienna-Supporters“. Beeindruckend, wie lautstark die Salzburg-Fans ihre Mannschaft noch unterstütze, als die Partie verloren war. Sie gaben nicht auf, wurden nie leise.

Man merkte schon den Unterschied zwischen einer Mannschaft, die aufsteigen will und einer, bei der es einzig um den Klassenerhalt geht. Trotz des klareen Siegs gab es bei der Vienna noch Luft nach oben. Die Leistung reichte zwar gegen Salzburg, ohne Steigerung wird es aber mit der Rückkehr in die Bundesliga nichts werden. An allen drei Toren waren die Außenverteidiger beteiligt: Zum 1:0 kam die Flanke vom 19 jährigen Kelechi Nnamdi, der seine Schnelligkeit zu wenig ausnützt, genau auf den Kopf von Kapitän Bernhard Luxbacher, das 2:0 erzielte der vom GAK gekommene Benjamin Rosenberger mit einem Freistoßknaller in die Tormannecke, das 3:0, ein Kopftor des Ex-Rapidler Bernhard Zimmermann, fiel nach Rosenbergers Flanke. Schon beim 2:0-Startsieg gegen Stripfing bereitete er beide Treffer mit einer Flanke vor.

Die Vienna ist mit zwei Siegen und ohne Gegentor auf Kurs.  Noch drei Mannschaften haben zweimal gewonnen: St. Pölten schlug Schwarz-Weiß Bregenz nach 0:1-Rückstand 4:2, erzielte in zwei Runden acht Tore, liegt daher auf Platz eins. Der FAC schlug zum Einstand von Jungtrainer Synan Bytyci Kapfenberg sicher 2:0 (2:0), Austria Lustenau bezwang bei der Rückkehr ins renovierte Reichshofstadion vor vollen Tribünen Aufsteiger Union Wels durch ein spätes Tor von Senegal-Legionär Mama Wade 1:0 (0:0). Die Young Violets der Wiener Austria feierten beim Absteiger Austria Klagenfurt mit 3:2 (3:1) ihren ersten Sieg. So wie Vienna kassierten auch Austria Lustenau und der FAC noch keinen Treffer. Der Schlager der dritten Runde: Die Vienna beim Tabellenführer St. Pölten.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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