Fußball

Zwei Geschäftsführer entlassen: Bleibt Schicker trotzdem in Hoffenheim?

Sportlich läuft es bei Hoffenheim auch dank steirischer „Hilfe“, sprich dem Team um Sportchef Andreas Schicker und Trainer Christian Ilzer viel besser als letzte Saison, wie Platz sechs nach neun Runden als beste Auswärtsmannschaft der Liga beweist. Trotzdem kam es Montag zum großen Knall. Markus Schütz, der Vorsitzende der Geschäftsführung und Finanzchef Frank Briel, wurden mit sofortiger Wirkung entlassen. Vorläufig leiten Schicker und Marketing-Geschäftsführer Tim Jost die Geschicke des Klubs. Schickers Zukunft scheint nach dem Knall weiter ungeklärt zu sein. Ursprünglich wollte er Montag die Zusage geben, trotz Anfrage von Red Bull Salzburg in Hoffenheim zu bleiben. Sorgt das Führung-Chaos doch für ein Umdenken beim 39-jährigen ?

Schicker wurde vor einem Jahr von Hoffenheims Gesellschafter und Gönner Dietmar Hopp geholt, hielt ihn stets über die sportliche Entwicklung auf dem Laufenden. Hopp hatte mit seinem Geld den Aufstieg Hoffenheims erst möglich gemacht.  Schickers Zusammenarbeit mit den entlassenen Geschäftsführern passte. Die großen Unruhen im Klub entstanden, als der mit Hopp jahrzehntelang befreundete mächtige Spielerberater Roger Wittmann gerichtlich gegen das von der Klubführung gegen ihn verhängte Stadionverbot vorging und letztlich gewann. Das Stadionverbot war verhängt worden, weil Wittmann die Geschäftsführer wüst beschimpft und auch bedroht hatte. Hopp hält 49 Prozent an Hoffenheims Profiabteilung, der Vorsitzende und Vertreter des Stammvereins, Jörg Albrecht, 51 Prozent. Womit er der starke Mann ist. Nun kamen offenbar Albrecht und Hopp zur Ansicht, die Geschäftsführer zu feuern. Hopp hatte den Umgang der Geschäftsführung mit seinem Freund Wittmann öffentlich als „große Schweinerei“ bezeichnet. Die Geschäftsführung sah in Wittmann dagegen ein großes Problem für Hoffenheim. Dass Schicker diese aktuelle Entwicklung nicht gefällt, ist logisch. Öffentlich äußerte er sich nicht. Leicht für ihn ist die Situation, in der intern die Fetzen fliegen, nach der Eskalation nicht. Er war im Prozess mittels Audiodatei der Kronzeuge gegen Wittmann. Dennoch traf ihn Hopps Zorn und Bann nicht. Zumindest bisher. Kommt es noch zu Schickers Umdenken in Sachen Salzburg?

Foto: TSG Hoffenheim.

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