Eine Woche ist Österreichs U 17-Team bereits in Katars Hauptstadt Doha, um sich im WM-Land an die Temperaturen zu gewöhnen, sich zu akklimatisieren. Am Tag vor dem ersten Gruppenspiel am Mittwochnachmittag gegen Saudiarabien in der Aspire Academy, das live von Sky Austria übertragen wird, fand Teamchef Hermann Stadler zur Ausgangsposition nur zwei Worte: „Extrem positiv“. Seit Samstag sind die Österreicher im zugeteilten WM-Hotel, das Essen ist top. Die bisherigen Trainings verliefen laut Stadler richtig gut, auch mit der Hitze um die 30 Grad kamen alle bisher gut zurecht. Ablenkung brachte letzte Woche ein Teambuilding in der Wüste: Mit allradbetriebenen Autos über die Dünen, dazu Sandboarden.
Weil alle Spaß haben, beim Training Gas geben, sind alle auf den Aufstieg in die k.o.-Phase fokussiert. Dazu kann auch reichen, zu den acht besten Gruppendritten zu gehören. Aber nach einem Jahr ohne Niederlage trauen sie sich auch den Gruppensieg gegen Saudiarabien, den vermutlich stärksten Gegner Mali und Neuseeland zu: „Wir sind richtig unbequem zu bespielen“, versicherte Stadler, „Saudiarabien und Mali haben richtig gute Teams mit viel Qualität in der Offensive. Treten wir so wie zuletzt als Team auf, werden wir Österreich gut vertreten.“
Anzunehmen, dass Stadler die Besetzung beginnen lässt, die Mitte Oktober im ÖFB-Campus Aspern beim 2:1 im ersten von zwei Siegen gegen Italien im 4-4-2 überzeugte: Mit Kapitän Jakob Pokorny von der Salzburg-Filiale Liefering und Austrias Ifeny Ndukwe als Innenverteidiger, davor im zentralen Mittelfeld mit Vasilje Markovic von der Austria und Luca Weinhandl von Sturm Graz, vorne mit Dominik Dobis von Liefering und den unberechenbaren Austrianer Hasan Deshisku, den Stadler als „typischen Straßenfußballer“ bezeichnet. Sebastian Prödl, der Chef der Nachwuchsteams, kommt zum zweiten Gruppenspiel gegen Mali nach Katar, erwartet einen mutigen Auftritt, nannte ein hohes Ziel: Ins internationale Blickfeld geraten
Foto: ÖFB/Andreas Pichler.