Fußball

Zwei Siege mit Georgien: Kiteishvili der beste Legionär in Nations League

Nächsten Dienstag beginnt die Ligaphase der neuen Champions League. Die östeerreichischen Klubs sind erst Mittwoch und Donnerstag dran: Der FC Salzburg beim tschechischen Meister Sparta Prag (live bei Canal+), einen Tag später Sturm Graz in der Bretagne bei Stade Brest, letzte Saison Dritter in der französischen Ligue 1.  Für Legionäre von Salzburg und Sturm gab es sozusagen als „Vorspiel“ die Nations League. Der erfolgreichste von ihnen: Sturms Mittelfeldstar Otar Kiteishvili mit Georgien (Bild). Zweimal gewonnen – das schaffte außer ihm keiner.

Von einem so erfolgreichen Start in der Nations League B wie Georgien kann Österreich nur „träumen“. Zum Start letzten Samstag 4:1 in Tiflis gegen Tschechien, am Dienstag 1:0 in Tirana gegen Albanien. In beiden Partien agierte Kiteishvili,  letzte Saison zum besten Spieler der Bundesliga gewählt, durchaus auffällig. Willy Sagnol, der französische Teamchef Georgiens, Ex-Verteidiger von Bayern München, bekommt langsam, aber sicher Kultstatus: Er brachte Georgien ins Achtelfinale der Europameisterschaft, wo gegen den späteren Europameister Spanien Endstation war,  steht jetzt auf Platz eins in der Gruppe mit Albanien, Tschechien und der Ukraine. Bei weitem nicht so gut wie Kiteishvili, sondern schlecht ging es Sturms Abwehrchef Gregory Wüthrich bei seinen ersten zwei Länderspielen mit der Schweiz: Beim Debüt gegen Dänemark in Kopenhagen wurde er nach dem Ausschluss von Mönchengladbachs Innenverteidiger Nico Elvedi beim Stand von 0:0 eingetauscht, im Finish verlor die Schweiz 0:2. Sonntag in Genf beim 1:4 gegen Spanien spielte er von Beginn an, bekam danach verheerende Kritiken. Etwa „sackschwach“ oder „von Tempo und Timing komplett überfordert“. Spanien führte bereits nach 13 Minuten 2:0, bei beiden Treffern sah Wüthrich nicht gut aus. Nach der roten Karte für Spaniens Innenverteidiger Robin Le Normand kam die Schweiz auf 1:2 heran, wurde aber im Finish zweimal ausgekontert. Daher punktelos am Tabellenende.

Je ein Legionär von Sturm und Salzburg, spielten gemeinsam für Bosnien: Erfolgserlebnisse gab es für Yusuf Gazibegovic und Amar Dedic aber nicht. Samstag eine 2:5-Abfuhr in Eindhoven gegen Holland, Dienstag mit Glück 0:0 gegen Ungarn in Budapest. Ebenfalls keinen Sieg schaffte Salzburgs Kreativspieler Oscar Gloukh mit Israel. Die Heimspiele müssen wegen des Gaza-Kriegs in Ungarn ausgetragen werden. Beim 1:3 gegen Belgien in Debrecen spiele Gloukh bis zur 63. Minuten, beim 1:2 gegen Italien in Budapest kam er bei 0:1 zu Beginn der zweien Hälfte. Nicht gut lief es auch für Rapids Verteidiger Bendeguz Bolla mit Ungarn: Samstag beim 0:5 gegen Deutschland in Düsseldorf wurde er bei 0:1 in der 46. Minute eingetauscht, vergab die Chance zum Ausgleich, praktisch im Gegenstoß fiel das 0:2. Gegen Bosnien spielte Bolla durch.

Zweimal im Einsatz war LASK-Legionär Valon Berisha unter Österreichs Ex-Teamchef Franco Foda für den Kosovo. Zunächst in Pristina 0:3 gegen Rumänien, drei Tage später 4:0 gegen Zypern in Nikosia. Zuvor warf Foda drei Legionäre von Englands Aufsteiger Ipswich, Freiburg und Lille aus dem Kader, weil sie auf Zypern unerlaubt das Mannschaftshotel verließen und erst nach Mitternacht zurückkehrten.

 

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