Fußball

20 Jahre nach Toni Polster: Stöger braucht Nachfolger

In Freiburg  gewann der 1. FC Köln zuletzt vor 20 Jahren. 3:1 am 24. August 1996 dank zwei Toren des in der 78. Minute eingewechselten Toni Polster in  den letzten vier Minuten. Damals bei Freiburg im Tor: Kölns jetziger Sportvorstand Jörg Schmadtke. Es stürmte Ex-Salzburg-Torjäger Nikola Jurcevic, mit Schmadtke und Jurcevic spielten auch zwei Österreicher: Michael Wagner und Stefan Marasek. Sonntag bräuchte Kölns Wiener Kulttrainer Peter Stöger  einen, der so trifft wie sein Freund Polster. Etwa den neuen Torjäger Anthony Modeste.  Damit bei Köln weiter gute Laune herrscht, es auch  fünf Tage nach der Cupniederlage gegen den Hamburger SV keinen Grund gibt, in närrischen Karnevalszeiten  Trübsal zu blasen.

Letzte Saison folgten bei Köln auf das Ausscheiden im Cup sieben Bundesligarunden mit nur einer Pleite. Das könnte Stöger und sein Assistent Manfred Schmid auch jetzt im Kampf um die Europacupplätze brauchen.  Dazu müssen sie in Freiburg wieder mit einigen Fouls rechnen und auch viel laufen: Denn im Schnitt lief der Achte  Freiburg, der von seiner Intensität und Bereitschaft lebt, pro Spiel fast neun Kilometer mehr als der Siebente Köln. Im Schnitt heißt es 118,6 gegen 109,7. Die Kölner  müssen auch mit aggressiver Gegenwehr rechnen, mit einigen Fouls. Beim 0:2 in Hamburg beging Köln fünf Fouls. Dem standen 21 der Sieger gegenüber. Insgesamt gab es in den letzten drei Partien 64 Fouls gegen die Kölner, in der  gesamten Saison 274. Das ist Platz fünf in der Tabelle der gefoulten Mannschaften nach Dortmund, überraschend Ingolstadt, Hoffenheim und Werder Bremen. Die am meisten gefoulten Kölner: Teamspieler Hector, dann der Japaner Osako und Modeste.

Stöger kennt alle Werte. Will sie nicht überbewerten.Mit der Tatsache, dass die Gegner  härter und früher angreifen als früher, als Köln noch nch so viel Ballbesitz hatte, müsse man leben. Das Rezept dagegen: Den Ball schneller zirkulieren zu lassen. Den Ruf einer „faulen Mannschaft“ will Stöger seiner Truppe wirklich nicht umhängen lassen: „Weniger zu laufen, spricht auch für eine gute Organisation. Nicht nur Freiburg lief mehr als wir, auch noch zehn andere Mannschaften“. Aber das Kilometerfressen allein bringt nicht den Erfolg. Aber Stöger schwört seine Mannschaft darauf ein, dass in Freiburg einiges an Laufleistung nötig sein muss. Aber vor allem vieles besser als in Hamburg: „Wir müssen die Zweikämpfe  wieder so führen, wie man sie führen muss, dürfen Konter nicht so schlampig zu Ende führen. Und auch die Organisation muss besser sein.“

Mehr Sorgen als nur sportliche wie Köln hatte Borussia Dortmund bereits vor der  überraschenden 1:2-Pleite beim Schlusslicht Darmstadt, bei der Ex-Rapidler Terrence Boyd mit seinem ersten Bundesligator für Darmstadts Führung sorgte: Der DFB will  wegen der primitiven Transparent-Beleidigungen und hirnlosen Beschimpfungen  einiger Dortmunder Chaoten-Fans vor dem 1:0 gegen RB Leipzig die Südtribüne am nächsten Samstag gegen Wolfsburg  komplett sperren. Die legendäre gelbe Wand  würde damit leer bleiben. Dazu steht eine Geldstrafe von 100.000 Euro in Raum. Wenn Dortmund das akzeptiert, was erwartet wird, bedeutet das auch noch einen zusätzlichen Schaden von 300.000 Euro. Wenn die Borussia  jedem der 25.000 Saisontickets auf der Südtribüne 1/17 des Preises zurückerstattet. Das Hammer-Urteil sollte auch im Westens Wiens zum Nachdenken zwingen.

 

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