Relativ ruhig ist es bei Rapid, obwohl es in diesem Jahr bisher nur Niederlagen gab, in den letzten neun Runden nur einen Sieg. Das behauptete Trainer Robert Klauß. Aber er weiß auch, dass es damit vorbei sein wird, sollte es Samstag in Hütteldorf nicht gelingen, Schlusslicht Altach zum siebenten Mal hintereinander zu bezwingen. Die bisherigen sechsmal gelang das ohne Gegentor. Das gelang Rapid noch gegen keine andere Mannschaft, passiere auch den Vorarlbergern nie zuvor. Altach holte aus den letzten zwei Runden immerhin vier Punkte, damit doppelt so viele wie aus den ersten acht Partien unter Trainer Fabio Ingolitsch mit zwei Unentschieden und sechs Niederlagen. Altach steht nicht so unter Zugzwang wie Rapid fünf Tage vor dem Hinspiel im Achtelfinale der Conference League bei Bosniens Meister Borac Banja Luka.
Der Punktschnitt von Klauß bei Rapid ist nach 55 Partien mit 1,69 besser als bei seiner zuvor letzten Station, dem 1.FC Nürnberg nach 82 mit 2,32. Allerdings feierte Klauss bei Nürnberg in den letzten neun Runden, bevor er im Oktober 2022 gehen musste, zwei Siege mehr als jetzt bei Rapid. Drei Punkte sind daher Samstag ein Muss, zumal bis auf Guido Burgstaller die Bestbesetzung zur Verfügung steht. Auch mit Dion Beljo, der beim 0:2 gegen den LASK gesperrt war. Rapid ist Samstag zwar durchaus zutrauen, zum siebenten Mal hintereinander „zu null“ zu spielen, die Frage wird sein, was offensiv passiert. Ob sich Grün-Weiß ähnlich harmlos präsentiert, wie bei den drei Niederlagen hintereinander trotz phasenweiser klarer Überlegenheit. Der Tipp von Klaus an seine Mannschaft: „Weniger nachdenken. Es geht nicht darum, das schönste Spiel zu sehen, auch nicht um Taktik, es geht um Energie, Wille und Leidenschaft, um gierig und zielstrebig im Strafraum des Gegners zu sein!“
Einen Sieg gegen eine Mannschaft aus Vorarlberg gab es bereits Freitagabend im-Allianz-Stadion. Bei 2:0 (1:0) von Rapid II in der zweiten Liga gegen Austria Lustenau trafen Ismael Seydi, der nicht mehr zum Bundesligakader gehört, und Noah Bischof, der zum ersten Mal in diesem Jahr Spielpraxis bekam. Zweitliga-Tabellenführer Admira ließ beim Letzten Lafnitz unerwartet zwei Punkte liegen, kam über ein 1:1 (0:1) nicht hinaus. Ein vom Ex-Rapidler Deni Alar verwandelter Elfmeter bedeutete den Ausgleich.