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Ein neues Erfolgskapitel: Johann K. brachte auch die Staatsoper zum Beben

Zum ersten Mal in der langen Geschichte der Wiener Staatsoper kamen Samstagabend Besucher in kurzen Hosen. „Hansi“-Sprechchöre ertönten dort auch zum ersten Mal. Randerscheinungen beim ersten Auftritt von Johann K. , sprich Johann Krankl, mit Monti Beton, sprich Toni Matosic und Thomas Schreiber, zum 20 jährigen Jubiläum, in der ausverkauften Wiener Staatsoper.  Das heißt, die Erfolgsstory muss in einem Jahr begonnen haben, in dem  Krankl noch neun Monate einen interessanten „Nebenjob“ hatte, den des österreichischen Teamchefs. Die Staatsoper sollte nicht nur eine Premiere, sondern auch der Höhepunkt in den 20 Jahren sein, in denen viermal die Wiener Stadthalle gefüllt wurde und es ein Konzert auf der Nordkette oberhalb von Innsbruck gab. Im 21. Jahr haben Johann K. und Monti Beton wieder ein neues Angebot für ihre Fans: Eine einwöchige Kreuzfahrt mit Abfahrt und Ende in Barcelona. Jeden Abend ein Konzert, zum Abschluss eine Führung im neuen Nou-Camp, falls es bis dahin schon wirklich fertig ist. Eine Barcelona-Fahne auf der Bühne darf nie fehlen, wenn Johann K. und Monti Beton auftreten. Auch nicht auf der Staatsopernbühne.

Johann K. eröffnete das mehr als dreistündige Programm samt achtköpfiger Band mit seinem „Aspirin“-Song. Am meisten begeisterte die Zuschauer, wenn er die „rostigen Flügel“ oder zum Abschluss vor den Zugaben die Austroa-Version von Paulas Ankas Loneley Boy, „i bin ja so allein“ schmetterte. Damit brachte er die Staatsoper praktisch zum Beben. Ebenso bei einem Udo Jürgens-Medley oder mit „Azzuro“, dem Welthit von Adriano Celetano. Das könnte Herbert Prohaska, der mit seiner Frau in der Loge von Krankls Familie saß, an seine Zeit bei Inter Mailand erinnert haben, als in einem Mailänder Restaurant Inter-Fan Celentano via einem Kellner Prohaska um ein Foto mit Autogramm bat. Prohaska-Konzerte wird es rund um seinen 70. Geburtstag geben: Am 1. August auf der Donaubühne in Tulln, eine Woche später auf der Wiener Tschauner-Bühne in Ottakring.

Das Thema Rapid kam in der Staatsoper praktisch nicht vor. Nur bei der Einspielung auf der Vidi-Wall, dass im Jahr 1985 Krankl mit Rapid im Europacupfinale von Rotterdam spielte und als Draufgabe die Nummer eins in der Ö 3-Hitparade war. Noch ohne Monti Beton. Zum Abschied hatte Krankl eine Empfehlung für die Zuschauer: „Lasst´s euch nix g´fallen!“

 

 

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