Fußball

Entertainer Johann K. macht dem Goleador Krankl Konkurrenz

Für Austria Klagenfurts Trainer Peter Pacult stand schon vor Beginn des Konzerts von Johann K. mit Monti Beton am Werzer Court in Pörtschach, auf dem es früher heiße Daviscup-Duelle gegeben hatte, fest: „Ich hab´immer schon gesagt, dass er besser singen als spielen kann!“ Das sagte Pacult seinem ehemaligen Mitspieler aus aktiven Rapid-Zeiten auch grinsend ins Gesicht, bevor er noch vor Anpfiff zum Debüt von Johann K. am Wörther See wieder ging. Er wollte sich Samstag Abend lieber auf das Duell gegen Rapid konzentrieren als zu sehen, dass seine Behauptung zwar so nicht ganz stimmte, aber der Entertainer Krankl dem ehemaligen Goleador doch Konkurrenz macht. Sein Programm ließ keinen der Zuschauer kalt. Der Court war zwar nicht ausverkauft, weil es zur gleichen Zeit Konkurrenz durch den Feuerwehr-Kirtag gab, aber das soll beim zweiten Anlauf im nächsten Jahr der Fall sein.

Das Programm von Johann K. mit Toni Matosic und Thomas Schreiber von Monti Beton dauerte zweieinhalb Stunden. Ehemalige Gegenspieler von ihm wie „Waschi“ Mertel, inzwischen der Politik gelandet (Gemeinderat in Klagenfurt) oder die ehemaligen Teamspieler Otto Konrad und Walter Kogler  spendeten ebenso Standing Ovations wie am Ende so gut wie alle Zuschauer. Entweder standen oder tanzten sie. Bis auf den „Lonely Boy“, mit dem die Sängerkarriere von Johann K. in den Achtzigerjahren so richtig begann, fehlte so gut wie nichts.  Thomas Schreiber machte die Reportage von Edi Finger über Krankls Siegestor zum 3:2 gegen Deutschland 1978 in Cordoba samt „Ich werd´narrisch“ nach, Krankl versuchte sich an den Percussion und gab zu, nicht gewusst zu haben, dass er auch darauf spielen kann.  Vom legendären Cafe Oriental, dem Uralt-Hit von Vico Torriani, bis zu einer neuen Version von „Zwickts´mi“, bis zu einer Hommage an den Ostbahn-Kurti und seinem eigenen Nummer eins-Hit, den rostigen Flügeln, gab es praktisch alles zu hören. Die Kinks durften ebenso nicht fehlen wie Azzuro von Adriano Celentano.  Martin M. Setz, ein Mosaikkünstler aus Unterkärnten und grosser Fans von Krankl, schenkte ihm auf der Bühne Johann K. ein Mosaik mit einem großen Logo des FC Barcelona. Für den ehemaligen Goleador trotz aktueller 1,35 Milliarden Euro Schulden der beste Klub der Welt, unabhängig davon, wie er sportlich gerade dasteht.

Das Programm endete mit der Rose vom Wörthersee und Hey Jude von den Beatles. Dabei hielt Johann K. seine Vergangenheit sozusagen in Händen. Al Rihla, den offiziellen Ball der WM in Katar, organisiert von Veranstalter Ralph „The Voice“ Schader.  Dabei fiel Johann K. sogar ein bekannter Sager des ehemaligen Krankl-Trainers Otto Baric ein. Bei dem er eine Anleihe machte, als er feststellte: „Ich habe Monti Beton gehoben!“

Foto: SW.

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