Eishockey

Viele Ausrufezeichen in Oslo bei Österreichs Eishockeyteam

Freitagabend den WM-Gruppengegner Ungarn 4:1 (1:1. 1:0, 2:0) besiegt, Samstagnachmittag vor 4000 Zuschauern gegen Norwegen trotz Blitzführung nach 31 Sekunden 2:5 (1:4, 1:1, 0:0) verloren – das war die Bilanz von Österreichs Eishockeyteam beim Drei-Nationen-Turnier in Oslo. Wenn man bedenkt, dass Norwegen am Freitag kein Spiel hatte und daher ausgeruhter war, Teamchef Roger Bader eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von nur 24,8 Jahren aufbot, dann kann man damit durchaus leben. Freitag hatte die Mannschaft eine gute Energie, ein starkes Penaltykilling und Powerplay, Samstag in der eindeutig intensiveren und schnelleren der beiden Partien, passte das Resultat eigentlich auch nicht zur Leistung.   Das erste Drittel war das schwächste von allen sechs in Oslo, da wurde aus dem schnellen 1:0 durch Klo-Verteidiger Bernd Wolf nach der vergebenen Chance zum 2:0 zwischen der 2. und 12. Minute durch individuelle Fehler ein 1:4, womit das vierte Länderspiel von Graz-Goalie Nicolas Wieser einigermaßen verpatzt war. Kapitän Wolf erzielte im zweiten Drittel auch das Tor zum 2:4. „Wir waren insgesamt die bessere Mannschaft, nur die Tore fehlten“, bedauerte Bader, der aber mit der ganzen Woche zufrieden war, weil viele Spieler ein Ausrufezeichen setzten.

Vor allem am Freitag. Das galt auch für Heimkehrer Benjamin Nissner und Zürich-Stürmer Vinzenz Rohrer (Bild), die auf je ein Tor und Assist kamen. Nissner wurde zum „man of the match“ gewählt. Je ein Tor erzielten auch zwei Neulinge: Rögle-Legionär Johannes Neumann, der Kapitän des U 20-Teams und Lenz Moosbrugger. Aber auch die anderen Neulinge, Verteidiger Max Preiml und Stürmer David Waschnig, konnte sich für die nächste Phase der WM-Vorbereitung, das Doppel gegen Lettland am 7. und 8. April in Riga, empfehlen. Das gilt auch für Stürmer Finn van Ee und  KAC-Tormann Florian Vorauer, der gegen Ungarn  15 von 16 Schüssen abwehrte.

Foto: CityPress.

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