Statt bei Olympia spielt Österreichs Eishockeyteam leider nur bei, Drei-Nationen-Turnier in Oslo. Freitag gegen Ungarn, Samstag gegen Norwegen. Teamchef Roger Bader muss mit der Absage von elf Spielern leben, eine zwölfte ist wegen der Rückenprobleme von Kloten-Verteidiger Bernd Wolf nicht auszuschließen. Österreich stellt mit einem Durchschnittsalter von 24,8 Jahren die jüngste Mannschaft das Turniers, am 17, Mai wird ein anderes Team das zweite Spiel bei der Weltmeisterschaft in Zürich gegen Ungarn bestreiten als Freitag in Oslo. Die Ungarn bieten zwölf Spieler aus ihrem letzten WM-Aufgebot auf, Norwegen zehn. Österreich hat hingegen fünf statt der geplanten vier Debütanten.
Zum Kapitän des U 20-Teams, Johann Neumann, Legionär in Schweden bei Rögle, Verteidiger Max Preiml und Stürmer David Waschnig von Liga-Tabellenführer KAC und Innsbruck-Verteidiger Devin Steffler kam noch der 21 jährige Stürmer Lenz Moosbrugger von den Graz99ers dazu. Als Ersatz für den einzigen Spieler der Vienna Capitals, Leon Wallner, der kurzfristig ausfiel. Die jungen Spieler werden in beiden Partien sicher viel Eiszeitbekommen, es geht für die meisten darum, sich für die nächste Phase der WM-Vorbereitung im April, in der mit den Olympia-Teilnehmern Lettland, Italien, Tschechien und Deutschland schwerer Gegner warten, zu empfehlen. Das gilt auch für die Torhüter Florian Vorauer (KAC), Jakob Brandner (Innsbruck) und Nicolas Wieser (Graz99ers): Denn neben dem Salzburg-Duo Atti Tolvanen und David Kickert wird nur ein Platz frei sein.
Der KAC und die Grazer 99ers stellen zusammen elf Spieler, von Meister EC Red Bull Salzburg kommt nur einer: Center Benjamin Nissner, der mit 28 Jahren schon zu den ältesten Spielern gehört, mit bisher 51 Länderspielen zu den Routiniers. Letzte Saison nahm er sich wegen Rückenproblemen eine Auszeit, jetzt ist der Wiener wieder fit, will sich für die WM aufdrängen. Bei 44 Partien im Grunddurchgang kam der Center auf zwölf Tore und 20 Assists, von den österreichischen Salzburg-Spielern hat nur Michael Raffl eine bessere Bilanz. Die Devise für Oslo heißt nicht nur für ihn „Vollgas geben“. Das wird auch nötig sein. Denn zwischen dem Ende des Ungarn-Spiels am Freitagabend und dem Beginn des Duells gegen Norwegen am Samstagnachmittag liegen nur 18 Stunden.
Foto: IIHF.