Fußball

Happy End für Bayern nach Thriller! Ilzers Heimserie gerissen

Das beste Spiel dieser Bundesligasaison, ein wahrer Thriller, sicherte Bayern München vor den Augen des deutschen Teamchefs Julian Nagelsmann endgültig die Titelverteidigung. Ohne Torchance in der ersten Hälfte lag Bayern im Klassiker bei Bayern Dortmund zur Pause 0:1 zurück, die Saisonstore 29 und 30 von Harry Kane, sein vierter Doppelpack in Folge, drehten das Spiel. Zuerst traf er mit links, dann verwandelte er einen Elfmeter, den Nico Schlotterbeck, Schütze des Dortmunder Führungstors, verschuldete.  Dortmund glich durch einen Traumvolley des schwedischen Verteidigers Daniel Svensson in der 83. Minute aus, aber ein Knaller von Bayerns Kapitän Joshua Kimmich (Bild) mit links sorgte vier Minuten später für den 3:2 (0:1)-Auwärtsssieg und elf Punkte Vorsprung für die letzten zehn Runden. Bei Bayern spielte Konrad Laimer bis zur 90. Minute linker Verteidiger. Marcel Sabitzer gab den Pass zum zweiten Dortmund-Tor, versuchte den Kimmich-Schuss zu blocken. Aber Kimmich traf den Ball perfekt, der flog über Sabitzer hinweg: „Das ist frustrierend, tut unheimlich weh.“

Einen unerwarteten Rückschlag gab es für Ex-Sturm-Meistermacher Christian Ilzer mit Hoffenheim im Kampf um einen Champions League-Platz durch das 0:1 (0:1) gegen St. Pauli, womit die Superheimserie riss, es nach acht Siegen wieder eine Niederlage  gab, die völlig unnötig war. Speziell in der ersten Hälfte betrieb Hoffenheim Chancenwucher, scheiterte immer an Bosniens Teamkeeper Nikola Vasilj, den Vater des ersten St. Pauli-Auswärtssiegs in dieser Saison. Das Tor kassierte Hoffenheim mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff, in der vierten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte: „Das darf nicht passieren“, klagte Ilzer, „da fehlte die Konzentration!“ Alexander Prass spielte ab der 62. Minute. Stuttgart kann Sonntag mit einem Heimsieg gegen Wolfsburg Hoffenheim punktmäßig einholen, RB Leipzig mit Christoph Baumgartner und Nicolas Seiwald auf zwei Punkte herankommen, wenn es gelingt, beim Hamburger SV zu gewinnen.

Einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf holten Stefan Posch und Philipp Mwene mit Mainz durch das 1:1 (0:0) in Leverkusen, auch wenn Mönchengladbach durch ein  1:0 (0:0) in letzter Minute gegen Union Berlin mit Leopold Querfeld und Christopher Trimmel an Mainz vorbeizog. Seit die Como-Leihgabe Posch der zentrale Innenverteidiger in der Dreierkette ist, wirkt die Mainzer Abwehr stabiler. Den ersten Sieg nach 13 Partien feierte Werder Bremen mit 2:0 (0:0) gegen den Letzten Heidenheim, der nicht mehr zu retten sein wird. Dennoch bleiben Romano Schmid, Marco Grüll und Marco Friedl mitten im Abstiegskampf, mit dem Michael Gregoritsch und Augsburg nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln am Freitagabend nichts mehr zu tun haben. Bei dem hatte der in der 68, Minute eingewechselte Gregoritsch in der letzten Aktion den ungewöhnlichsten Assist seiner Karriere: Bei einem Eckball für Köln, bei dem auch Tormann Marvin Schwäbe in Augsburgs Strafraum war, rettete der Grazer mit dem Kopf. Das wurde zur idealen Vorlage zu Alexis Claude-Maurice, der aus der eigenen Hälfte davonstürmte und ins leere Kölner Tor traf.

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