Fußball

Erstes Tor von Weimann reichte nicht: Rapid muss weiter zittern

36 Minuten war Rapid nach dem ersten Tor von Andreas Weimann schon in der Meisterrunde, doch dann kassierte Rapid vier Minuten vor Schluss nach sieben Spielen gegen Altach wieder ein Tor. Der  Ausgleich zum 1:1 nach 86 Minuten sorgte dafür, dass Rapid weiter um Platz sechs zittern muss, auch wenn man alles noch selbst in der Hand hat. Fix in die Meisterrunde kamen der Dritte LASK und der Vierte Austria durch ein hart umkämpftes 2:2 (1:0) in der Generali-Arena vor 14.160 Zuschauern in der Generali-Arena. Fünfter blieb Hartberg durch ein 0:0, den ersten Punktegewinn in der Klubgeschichte bei Tabellenführer Red Bull Salzburg, zugleich der erste in der Trainerkarriere von Manfred Schmid.  Von 32 Salzburger Schüssen gingen nur vier auf das Tor, die größte Chance in der Partie hatte Hartberg. Rapid liegt zwei Punkte hinter den Steirern auf Rang sechs, nur einen Punkt vor Altach. Je zwei Punkte hinter liegen Ried nach dem 1:2 beim GAK und WSG Tirol nach dem 3:2 (3:2)-Auswärtssieg beim Letzten Blau Weiß Linz, bei dem Nikolai Baden Fredriksen alle drei Treffer innerhalb von 31 Minuten erzielte. Fix in die Abstiegsrunde muss Wolfsberg nach dem 2:2 (1:0) gegen Sturm Graz nach 2:0-Führung. Dann sah Cheick Diabate die rote Karte, es war der dritte Ausschuss eines Wolfsbergs in den letzten fünf Runden.  So konnte der als Joker eingewechselte Ota Kiteishvili mit einem Doppelpack noch für den Meister ausgleichen. Zuerst durch einen Elfmeter, dann im Elfmeternachschuss.

Rapid hat nächsten Sonntag gegen Salzburg jetzt das große Finale, das man nicht wollte. Altach gastert in Graz bei Sturm, Ried empfängt die Wiener Austria, WSG Tirol den GAK. Das heißt: Die Niederlage der Austria im Innviertel könnte den grün-weißen Erzrivalen in die Abstiegsrunde verbannen, wenn Rapid daheim verliert. Eine brisante Konstellation: „Ich bin enttäuscht, dass wir nicht das zweite Tor erzielten“, gestand Rapids Trainer Hoff Thorup.  Die größte Chance vergab Bendegüz Bolla (Bild oben gegen den Ex-Rapidler Patrik Greil) nach 80 Minuten.  Das sollte sich rächen, weil nicht  nur Weimann sein erstes Tor erzielte, sondern auch der Franzose Yann Massombo für Altach. Nach Flanke von Sandro Ingolitsch, der zuvor die Rapid-Leihgabe Moritz Oswald ersetzt hatte Danach hätte Rapid fast noch verloren. Das verhinderten der eingewechselte Jakob Schöller durch ein Torraubfoul, für das ihm Referee Christian-Petru Ciochirca die rote Karte zeigte, und Tormann Niklas Hedl gegen Massombo.

Thorup ließ in Altach erstmals Youngster Daniel Nanoo erstmals beginnen,  setzte mit Weimann, Nanoo und Nikolaus Wumbrand drei Spitzen ein. Im zentralen Mittelfeld ersetzte Kapitän Matthias Seidl Lukas Grgic. Rekordkauf Tobias Gulliksen, der bisher nur enttäuschte, durfte wieder beginnen, wurde wieder ausgetauscht. Nanoo bereitete den Treffer von Weimann vor: „Wir können nicht zufrieden sein“, gab Seidl zu. Auch Referee Ciochirca sorgte für Ärger, weil er nach 15 Minuten keinen Elfmeter gab, als sich Altachs Tormann Dejan Stojanovic auf einen „Ringkampf“ mit Wurmbrand einließ: „Für mich der deutlichste Elfmeter der Saison“, klagte Thorup. Über die ersten 20 Runden des Grunddurchgangs kann er aber nicht urteilen, weil er noch nicht bei Rapid war.

Foto: Gepa, Admiral.

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